Rente

Altersvorsorge mit Aktien

  • Langfristig Vermögen aufbauen

  • Chancen und Risiken verstehen

  • Flexibel für das Alter vorsorgen

Junges Pärchen zeigt stolz Aktiendepot am Smartphone

Schnellüberblick

  • Aktienrenditen können langfristig im Durchschnitt bei rund 6 bis 8 Prozent pro Jahr liegen.

  • Breite Streuung, regelmäßige Sparraten und ein langer Anlagehorizont minimieren Risiken.

  • Fondsgebundene Rentenversicherungen verbinden Chancen der Aktienmärkte mit einer lebenslangen Altersvorsorge.

Warum sind Aktien für die Altersvorsorge interessant?

Daten des Deutschen Aktieninstituts zeigen, dass breit gestreute Aktienanlagen in der Vergangenheit über lange Zeiträume hinweg durchschnittliche Renditen von rund 6 bis 8 Prozent pro Jahr erzielen konnten. Damit lagen sie häufig über klassischen Sparformen wie Tages- oder Festgeld.

Für die Altersvorsorge ist dieser Unterschied erheblich. Bereits wenige Prozentpunkte mehr Rendite pro Jahr können über einen Anlagezeitraum von 30 oder 40 Jahren darüber entscheiden, ob zum Renteneintritt mehrere Zehntausend Euro zusätzlich zur Verfügung stehen. Vor dem Hintergrund eines sinkenden Rentenniveaus wird dieser Fakt noch bedeutender.

Die höheren Renditechancen von Aktien gehen mit dem Risiko zwischenzeitlicher Kursverluste einher. Kapitalmarktforscher nennen insbesondere vier Punkte, die den langfristigen Anlageerfolg maßgeblich beeinflussen:

  • Ein ausreichend langer Anlagehorizont von mehreren Jahrzehnten

  • Eine breite Streuung über verschiedene Unternehmen, Branchen und Regionen

  • Regelmäßige Investitionen, etwa über Sparpläne oder Beiträge

  • Möglichst geringe laufende Kosten

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Weitere Informationen

Für wen eignet sich Altersvorsorge mit Aktien?

Unter Berücksichtigung von Renditestatistiken und Marktschwankungen eignet sich Altersvorsorge mit Aktien vor allem für Menschen, die bis zum Renteneintritt noch einen längeren Anlagehorizont vor sich haben – idealerweise Jahrzehnte. Denn je mehr Zeit bis zum Renteneintritt verbleibt, desto leichter lassen sich zwischenzeitliche Kursschwankungen aussitzen. Durchhaltevermögen ist demnach ein Muss, um die Altersvorsorge mit Aktien umzusetzen. Auch der Zinseszinseffekt belohnt einen frühen Einstieg in den Aktienhandel, sofern Erträge aus Dividenden reinvestiert werden.

Wie hoch der Aktienanteil in der Altersvorsorge ausfallen sollte, ist vor allem abhängig vom eigenen Risikobewusstsein. Banken, Vermögensverwalter und Finanzberater arbeiten hierfür häufig mit sogenannten Risikoklassen.

Typischerweise werden Anleger in sieben Risikostufen eingeteilt:

  • Konservative Anleger (Risikoklasse 1–2) bevorzugen möglichst stabile Wertentwicklungen und möchten größere Kursschwankungen vermeiden. Ein hoher Aktienanteil ist hier meist nur bedingt geeignet. Das gilt insbesondere dann, wenn das Geld bereits in wenigen Jahren benötigt wird oder Verluste emotional schwer auszuhalten sind.

  • Ausgewogene Anleger (Risikoklasse 3–4) verbinden Renditechancen mit einem gewissen Sicherheitsbedürfnis. Aktien werden häufig mit Anleihen, Tagesgeld oder anderen defensiveren Anlagen kombiniert. Dieser Ansatz eignet sich oft für Menschen, die Wertschwankungen akzeptieren können, aber nicht ihr gesamtes Vorsorgevermögen den Schwankungen des Aktienmarkts aussetzen möchten.

  • Wachstumsorientierte Anleger (Risikoklasse 5–6) streben einen langen Anlagehorizont an und halten zwischenzeitlichen Kursrückgängen mental stand.

  • Spekulative Anleger (Risikoklasse 7) setzen häufig auf einzelne Aktien, bestimmte Branchen, Hebelprodukte oder Kryptowährungen und sind deutlich risikoaffiner.

Wie funktionieren Aktien als Altersvorsorge?

Kaufen Sie Aktien, werden Sie zum Aktionär beim Unternehmen des erworbenen Wertpapiers. Plakativ gesprochen, erwerben Sie mit einer Aktie einen kleinen Anteil an einem Unternehmen. Aktionäre beteiligen sich damit indirekt am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und können auf zwei Wegen von ihrer Investition profitieren:

  • Kurssteigerungen: Entwickelt sich ein Unternehmen erfolgreich, steigt auch der Wert der Aktie. Verkauft der Anleger seine Anteile später zu einem höheren Kurs, entsteht ein Gewinn.
  • Dividenden: Manche Unternehmen schütten einen Teil ihres Gewinns an ihre Aktionäre aus. Diese Ausschüttungen werden als Dividenden bezeichnet und sind eine zusätzliche Ertragsquelle.

Übrigens ist es längst nicht mehr notwendig, eine ganze Aktie zu kaufen. Viele Broker bieten mittlerweile sogenannte Teilaktien an. So können Sie dadurch beispielsweise auch mit kleineren Beträgen regelmäßig in hochpreisige Unternehmen investieren, bei denen eine Aktie sonst mehrere Hundert Euro kostet.

Einzelaktien, Fonds oder ETFs: Was ist der Unterschied?

Aktien lassen sich in Form von Einzelaktien, Fonds sowie ETFs handeln. Das sind die Unterschiede:

  • Einzelaktien: Mit Einzelaktien beteiligen Sie sich direkt an einem bestimmten Unternehmen.

  • Investmentfonds: Investmentfonds bündeln das Kapital vieler Anleger und investieren dieses in verschiedene Unternehmen. Sie investieren mit einem Fond also nicht in ein Unternehmen, sondern in mehrere gleichzeitig. Fonds können breit gestreut sein oder aber einen Schwerpunkt auf ein bestimmtes Thema, ein Land oder eine Branche setzen.

  • ETFs (Exchange Traded Funds) bilden den Kurs eines Börsenindexes nach. Beispiele sind der MSCI World oder FTSE All World. Wie bei einem Investmentfonds investieren Sie so in mehrere Unternehmen und können je nach ETF einen Fokus setzen.

ETFs sind eine spezielle Art von Fonds. Der Unterschied zwischen Investmentfonds und ETFs ist, dass ein Investmentfonds in der Regel aktiv verwaltet wird, sprich der Fondsmanager wählt die zu investierenden Unternehmen aktiv aus. Ein ETF funktioniert passiv.

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Warum Streuung so wichtig ist

Eine breite Streuung im Portfolio ist wichtig, damit Ihre Altersvorsorge nicht von einzelnen Entwicklungen zum Beispiel in bestimmten Branchen oder Ländern abhängig ist. Denn falsch gewählte Aktien bringen dauerhaft hohe Verluste. Untersuchungen von J.P. Morgan zeigen beispielsweise, dass nahezu die Hälfte aller börsennotierten US-Unternehmen innerhalb von 45 Jahren einen dauerhaften Wertverlust von mindestens 70 Prozent zwischen Höchst- und Tiefstand verzeichnete.

Fachleute bezeichnen die Streuung innerhalb eines Portfolios als Diversifikation. Bezogen auf Aktien bedeutet das:

  • In verschiedene Unternehmen investieren: Statt nur in wenige ausgewählte Unternehmen zu investieren, wird das Kapital auf viele Unternehmen verteilt.

  • In verschiedene Branchen investieren: Entwickelt sich eine Branche schwächer, können andere Bereiche diese Entwicklung ausgleichen.

  • In verschiedene Länder und Regionen investieren: Wirtschaftliche Probleme in einem einzelnen Land müssen sich dadurch nicht automatisch auf das gesamte Portfolio auswirken.

Welche Chancen bietet private Altersvorsorge mit Aktien?

Die wichtigsten Chancen und Vorteile von Aktien als Teil der Altersvorsorge im Überblick:

  • Aktien bieten Ihnen langfristig hohe Renditechancen.

  • Aktien können der Inflation entgegenwirken. Aktienrenditen steigern sich durch den Zinseszinseffekt.

  • Durch positive Marktentwicklungen können Sie mit Aktien Ihr Vermögen für den Ruhestand erhöhen.

Ihre Anlagestrategie können Sie an Ihren persönlichen Anlagehorizont, die Risikobereitschaft und die eigenen Vorsorgeziele anpassen – sei es durch Aktien verschiedener Unternehmen und Branchen oder verschiedener Anlageklassen auf Basis von Aktien.

Welche Risiken gibt es bei Aktien als Altersvorsorge?

Die größten Risiken und Nachteile von Aktien als Teil der Altersvorsorge im Überblick:

  • Aktien unterliegen Kursschwankungen.

  • Aktieninvestitionen können bis zum Totalverlust führen.

  • Aktien bergen das Risiko eines ungünstigen Einstiegs- oder Ausstiegszeitpunkts.

  • Aktieninvestitionen könnten durch emotionale Fehlentscheidungen schiefgehen.

  • Aktien können durch Kursschwankungen den Wert Ihrer Altersvorsorge verringern.

Altersvorsorge mit Aktien: Welche Möglichkeiten gibt es?

Das sind Möglichkeiten der Altersvorsorge mit Aktien:

Wertpapierdepot mit Aktien, Fonds oder ETFs

Ein Wertpapierdepot bietet die größte Flexibilität. Anleger können selbst entscheiden, in welche Aktien, Fonds oder ETFs investiert wird, Sparraten anpassen oder das Portfolio jederzeit verändern. Diese Freiheit bringt allerdings auch Verantwortung mit sich. Denn so müssen Anleger auch selbst bestimmen, welche Produkte sie auswählen, wie hoch der Aktienanteil ausfallen soll und wie sie ihr Risiko steuern. Hinzu kommt eine weitere Herausforderung, die häufig unterschätzt wird: die Entnahmephase. Bei einem Depot müssen Sie selbst planen, wie viel Kapital Sie wirklich jährlich entnehmen können, ohne dass das Vermögen vorzeitig aufgebraucht wird. Zudem ist es wichtig einige Jahre vor dem Ruhestand Teile des Vermögens in risikoärmere Anlagen umzuschichten, um Kursverluste zum Renteneintritt zu verhindern.

Fondsgebundene Rentenversicherung mit Aktien

Eine fondsgebundene Rentenversicherung investiert die eingezahlten Beiträge in ausgewählte Aktienfonds. Wie viel Rente Sie erhalten, entscheidet sich also unter anderem anhand der Wertentwicklung des investierten Fonds. Mit einer Fondsrente kombinieren sie das Beste aus zwei Welten: einerseits die Renditechancen vom Kapitalmarkt, andererseits profitieren Sie von inkludierten Leistungen wie Anlauf-, Ablauf- und Ausgleichsmanagement oder der Möglichkeit in von Experten zusammengestellte Portfolios zu investieren. Mit der Fondsrente MeinPlan können Sie beispielsweise die exklusiven Portfolios Expertenpolice, ETF-Portfolio Plus oder Aktiv-Portfolio Weitsicht wählen oder sich aus circa 160 ausgewählten Fonds und ETFs ein individuelles Portfolio zusammenstellen.

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Private Rentenversicherung mit Aktien: Was steckt dahinter?

Eine private Rentenversicherung mit Aktien vereint die Renditechancen der Kapitalmärkte mit den Eigenschaften einer Rentenversicherung. Der Kapitalaufbau erfolgt dabei über Fonds oder ETFs, die in Aktien investieren. Der Versicherungsmantel übernimmt dagegen die Rolle der Altersvorsorge. Er regelt, wie Beiträge eingezahlt werden, welche Auszahlungsoptionen bestehen und wie das angesparte Kapital später genutzt werden kann.

Wie eine fondsgebundene Rentenversicherung funktioniert, lässt sich vereinfacht in drei Schritte unterteilen:

  • Beiträge einzahlen: Zunächst zahlen Sie regelmäßig oder einmalig Geld in den Vertrag ein. Die Höhe der Beiträge kann je nach Tarif häufig angepasst werden.
  • Kapital am Aktienmarkt anlegen: Die eingezahlten Beiträge werden in Fonds oder ETFs investiert. Dadurch partizipieren Sie an der Entwicklung der Kapitalmärkte.
  • Kapital im Ruhestand nutzen: Zum vereinbarten Rentenbeginn steht das angesparte Vermögen zur Verfügung. Je nach Vertrag kann daraus eine lebenslange monatliche Rente, eine einmalige Kapitalauszahlung oder eine Kombination aus beiden Varianten entstehen. Der Vorteil einer Versicherung zeigt sich bei der lebenslangen Rentenzahlung. Denn auch, wenn Sie länger leben als erwartet, zahlt die Versicherung weiter die monatliche Rente, während bei einem selbst verwalteten Depot irgendwann kein Vermögen mehr übrig ist.

Sowohl über ein Depot als auch über eine private Rentenversicherung können Sie in Fonds oder ETFs investieren. Das sind Unterschiede:

Depot

  • Freier Zugriff auf das angesparte Vermögen
  • Käufe, Verkäufe und Entnahmen jederzeit möglich
  • Hohe Flexibilität bei der Anlagestrategie
  • Keine automatische lebenslange Rentenzahlung
  • Das Langlebigkeitsrisiko, also das Risiko, dass das Vermögen nicht bis zum Lebensende reicht, tragen Sie selbst
  • Ausgleichsmanagement und Entnahmeplan muss selbst organisiert werden

Private Rentenversicherung

  • Kapitalanlage erfolgt innerhalb eines Versicherungsvertrags
  • Vermögen kann später auf Wunsch in eine lebenslange Rente umgewandelt werden
  • Versicherungsleistungen wie Anlauf-, Ablauf- und Ausgleichsmanagement sind automatisch enthalten
  • Zusätzliche Bausteine wie Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) möglich
  • Möglichkeit in von Experten zusammengestellte Portfolios zu investieren
  • Das Langlebigkeitsrisiko trägt die Versicherungsgesellschaft

Eine fondsgebundene Rentenversicherung kann für Menschen interessant sein, die die Renditechancen von Aktien mit den Vorteilen einer Versicherung kombinieren möchten.

Besonders geeignet sind fondsgebundene Rentenversicherung für …

  • … Personen mit einem langfristigen Anlagehorizont von mindestens 15 bis 20 Jahren bis zum Ruhestand.
  • … Sparer, die regelmäßig Vermögen für das Alter aufbauen möchten.
  • … Anleger, die von den Chancen der Aktienmärkte profitieren möchten, ohne die gesamte Entnahmeplanung selbst organisieren zu müssen.
  • … Menschen, die sich die Option auf eine lebenslange Rentenzahlung offenhalten möchten.
  • … Personen, die Kapitalanlage und Altersvorsorge in einem Produkt bündeln möchten.

Worauf sollten Verbraucher bei der Altersvorsorge mit Aktien achten?

Bevor Sie sich für eine bestimmte Anlagestrategie oder ein Vorsorgeprodukt entscheiden, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Kriterien:

  • Anlagehorizont prüfen: Liegt der Rentenbeginn noch mindestens 10 bis 15 Jahre in der Zukunft? Je länger die Laufzeit, desto besser lassen sich Börsenschwankungen in der Regel ausgleichen.

  • Passende Aktienquote wählen: Entspricht der Aktienanteil Ihrer persönlichen Risikobereitschaft und Ihrer finanziellen Situation?

  • Ausreichend breit streuen: Ist das Vermögen über verschiedene Unternehmen, Branchen und Regionen verteilt oder bestehen Klumpenrisiken?

  • Gesamtkosten vergleichen: Welche Gebühren fallen für Depot, Fonds, ETFs oder Versicherungsverträge an?

  • Steuerliche Behandlung verstehen: Wie werden Erträge, Auszahlungen oder spätere Rentenzahlungen steuerlich behandelt?

  • Flexibilität berücksichtigen: Können Beiträge angepasst, pausiert oder entnommen werden? Welche Einschränkungen bestehen während der Laufzeit?

  • Auszahlungsphase planen: Soll das Vermögen später frei verfügbar sein, über einen Entnahmeplan genutzt werden oder als lebenslange Rente ausgezahlt werden?

  • Anbieter und Produktqualität bewerten: Wie transparent sind Kosten, Vertragsbedingungen und Anlagestrategie? Wie lange ist der Anbieter bereits am Markt aktiv?

  • Notfallreserve separat aufbauen: Steht ausreichend Liquidität für unvorhergesehene Ausgaben zur Verfügung, sodass das Altersvorsorgekapital nicht vorzeitig genutzt werden muss?

  • Strategie regelmäßig überprüfen: Passt die gewählte Lösung auch noch zu Ihrer Lebenssituation, Ihrem Vermögen und Ihrem geplanten Ruhestand?

Kosten verstehen und vergleichen

Der Aktienhandel ist sowohl bei einem Broker als auch über einen Versicherungsvertrag mit Gebühren verbunden. Verbraucherschützer empfehlen vor einer Entscheidung für einen Anbieter die Gesamtkosten einer Lösung zu prüfen. Dazu zählen beispielsweise

  • Depotgebühren,

  • Transaktionskosten,

  • laufende Fondskosten,

  • Ordergebühren

  • oder Verwaltungs- und Abschlusskosten bei Versicherungsverträgen.

Nicht nur auf Rendite schauen

Hohe Renditeaussichten sind häufig der Hauptgrund, warum sich Menschen mit Aktien als Altersvorsorge beschäftigen. Ebenso relevant sind Fragen zur Flexibilität, zur späteren Verfügbarkeit des Vermögens, zu den Auszahlungsoptionen im Ruhestand und zur steuerlichen Behandlung. Je nachdem, ob Sie auf ein Wertpapierdepot oder eine Rentenversicherung setzen, können sich diese Rahmenbedingungen deutlich unterscheiden.

Häufige Fehler bei Aktien als Altersvorsorge

Die langfristigen Renditechancen von Aktien sind gut dokumentiert. Dennoch bleiben viele Anleger hinter ihren Möglichkeiten zurück. Das sind häufige Fehlerquellen:

  • Zu spät anfangen: Bei der Altersvorsorge lässt sich verlorene Zeit kaum

  • Zu stark auf einzelne Aktien setzen: Einzelne Unternehmen können sich hervorragend entwickeln – oder dauerhaft hinter dem Markt zurückbleiben. Für die Altersvorsorge ist eine breite Streuung meist der verlässlichere Ansatz.

  • Ständig die Strategie ändern: Häufiges Umschichten führt oft zu höheren Kosten und erhöht die Gefahr, gute Börsentage zu verpassen.

  • Mehr Risiko eingehen als nötig: Eine Aktienquote sollte nicht zur maximal möglichen Rendite passen, sondern zu der Höhe der Schwankungen, mit der Sie langfristig ruhig schlafen können.

  • Kosten ignorieren: Hohe Gebühren reduzieren Jahr für Jahr die Rendite und können die spätere Zusatzrente spürbar reduzieren. Höhere Kosten sollten immer Vorteile mit sich bringen, wie etwa die enthaltenen Leistungen in einer fondsgebundenen Rentenversicherung.

Altersvorsorge mit Aktien und Sicherheit: Geht das zusammen?

Sicherheit und eine Altersvorsorge mit Aktien schließen sich nicht aus. Sicherheit entsteht gerade bei der Altersvorsorge durch eine durchdachte Anlagestrategie. Dazu gehören eine breite Diversifikation, regelmäßige Sparraten, ein ausreichend langer Anlagehorizont und eine Aktienquote, die auch in schwankenden Börsenphasen durchgehalten werden kann.

Garantien kosten Renditechancen

Bei Altersvorsorgeprodukte haben Sie oft die Option einen gewissen Garantieanteil einzuschließen. Um diese Garantien jedoch abzusichern, muss ein Teil des Kapitals in vergleichsweise sichere Anlagen investiert werden. Dadurch sinkt meist der Anteil, der in Aktien fließen kann. Weniger Aktien bedeuten wiederum geringere Chancen auf langfristiges Wachstum.

Für Verbraucher entsteht deshalb ein Zielkonflikt:

  • Mehr Garantien bedeuten meist mehr Planungssicherheit, aber geringere Renditechancen.

  • Weniger Garantien ermöglichen einen höheren Aktienanteil und damit größere Ertragschancen, allerdings auch stärkere Wertschwankungen.

Hier ist wieder das eigene Risikoprofil eine Stütze, um für sich zu bewerten, inwieweit Garantien oder die Chance auf Renditen relevanter für die eigene Anlagestrategie sind.

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Fazit: Aktien können ein wichtiger Baustein der privaten Altersvorsorge sein

Aktien bieten langfristig höhere Renditechancen als viele klassische Sparformen, bringen jedoch auch Schwankungen mit sich. Entscheidend sind daher eine passende Anlagestrategie, ausreichend Zeit bis zum Renteneintritt und eine breite Streuung des Vermögens. Ob über ein Depot, ETFs, Fonds oder eine fondsgebundene Rentenversicherung – Aktien können dabei helfen, zusätzliches Vermögen für den Ruhestand aufzubauen.

Häufige Fragen

Aktien sind grundsätzlich für die Altersvorsorge geeignet und bieten langfristig höhere Renditechancen als viele klassische Sparformen. Es sollte jedoch auf eine breite Diversifikation und einen langen Anlagehorizont geachtet werden.

Welche Anlageform richtig ist, hängt vom eigenen Risikoprofil ab. Breit gestreute ETFs oder Fonds gelten tendenziell als risikoärmer als einzelne Aktien.

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Der passende Aktienanteil hängt vom Alter, vom Anlagehorizont, von der finanziellen Situation und von der persönlichen Risikobereitschaft ab.

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Wichtiger Hinweis

Der vorstehende Text sowie die Hinweise und Informationen stellen ausdrücklich keine Anlageberatung oder Empfehlung dar. Es handelt sich bei allen Aussagen um eine/unsere allgemein veröffentlichte Meinung. Die Informationen im vorstehenden Text sind nicht auf eine individuelle Situation zugeschnitten und sind daher kein Ersatz für eine professionelle und individuelle Beratung durch hierfür qualifizierte Personen.

Risikohinweis: Die Wertentwicklung in der Vergangenheit stellt keinen zuverlässigen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Aktien und Fonds können steigen und fallen, selbst ein Totalverlust ist nicht ausgeschlossen.

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