Warum ist eine private BU für Steuerberater sinnvoll?
Führen gesundheitliche Probleme zu dauerhaften Leistungseinbußen, ist die Tätigkeit als Steuerberater oft nicht mehr möglich. Das Einkommen bricht weg, aber laufende Kosten bestehen weiter. Daher gehört es für Steuerberater zu den grundlegendsten Absicherungen, sich gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit abzusichern. Zwar sind viele steuerberatende Berufe im berufsständischen Versorgungswerk pflichtversichert und gegen Berufsunfähigkeit abgesichert – allerdings meist nur bei vollständiger Berufsunfähigkeit. Steuerberatende Berufe sind zudem hochspezialisiert und steuerliche Gesetze und Verordnungen unterscheiden sich stark in verschiedenen Ländern. Eine örtliche Verlagerung der Tätigkeit ins Ausland oder ein Wechsel in andere Berufe ist sehr schwer möglich. Schon teilweise Einschränkungen können die Ausübung unmöglich machen. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Steuerberater stellt sicher, dass sie auch im Falle einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls, der sie an der Ausübung ihrer steuerlichen Tätigkeit hindert, nicht ohne Einkommen dastehen. Da die Arbeitsbelastung bei Steuerberatern oft sehr hoch ist, ist eine geeignete Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) noch wichtiger.
Berufsunfähigkeit bei Steuerberatern: Was bedeutet das?
Berufsunfähigkeit bei Steuerberatern liegt vor, wenn Sie Ihren Beruf bzw. Ihre Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum von mindestens sechs Monaten nicht mehr ausüben können. Da Ihre Tätigkeit stark von Konzentration, Belastbarkeit und geistiger Leistungsfähigkeit abhängt, reichen oft schon vermeintlich kleinere Einschränkungen aus, um berufsunfähig zu werden.
Häufige Ursachen
Auch wenn der Beruf des Steuerberaters nicht körperlich belastend ist, ist das Risiko einer Berufsunfähigkeit vergleichsweise hoch. Der Arbeitsalltag fordert vor allem die geistige Leistungsfähigkeit und geht oft mit dauerhaftem Stress einher. Meist ist die geistige Gesundheit demnach der Grund für die Berufsunfähigkeit in dieser Berufsgruppe.

Dauerhafter Zeitdruck, komplexe Entscheidungen und die Verantwortung gegenüber Mandanten zehren an den Kräften und können dazu führen, dass Belastbarkeit und Konzentration spürbar nachlassen. Zusätzlich ist das Berufsbild des Steuerberaters durch Arbeitshochphasen im Zeitraum von Abgabefristen für Steuererklärungen geprägt. Bei Nichteinhaltung der Fristen drohen Konsequenzen für Mandanten als auch für den Steuerberater selbst. Diesem psychischen Druck gilt es standzuhalten und nicht selten führt Termindruck zu Stressreaktionen, die die Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen können und sich sogar in dauerhaften Angststörungen verfestigen können.
Daneben entwickeln sich körperliche Probleme häufig schleichend. Wer viele Stunden sitzt, sich wenig bewegt und kaum Ausgleich findet, belastet vor allem Rücken, Nacken und Wirbelsäule. Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen machen es dann schwierig, über längere Zeit fokussiert zu arbeiten. Hinzu kommen typische Folgen chronischer Überlastung wie Schlafprobleme, anhaltende Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Migräne. Bleiben sie unbeachtet, steigt das Risiko längerer krankheitsbedingter Ausfälle deutlich.
Warum eine BU für Steuerberater so wichtig ist
Ihr Einkommen als Steuerberater ist unmittelbar an Ihre persönliche Arbeitsfähigkeit geknüpft. Können Sie beispielsweise aufgrund einer Depression, einer schweren Stressreaktion oder neurologischer Einschränkungen Ihre Mandate nicht mehr betreuen, fallen Ihre Honorare von heute auf morgen weg, während Miete für Kanzlei oder Wohnung, laufende Verträge und private Ausgaben weiterhin zu zahlen sind.
Das ist besonders problematisch, weil:
Besonderheiten für Steuerberater
Wie der Berufsunfähigkeitsschutz ausgestaltet sein sollte, hängt direkt von Ihrer beruflichen Position ab, also ob Sie angestellt sind oder freiberuflich arbeiten.
- Angestellte Steuerberater: Das Einkommen ist in der Regel stabil und gut kalkulierbar. Kommt es jedoch zu einer längeren Berufsunfähigkeit, endet die Gehaltszahlung vollständig. Die BU-Rente sollte daher so bemessen sein, dass Sie die laufenden privaten Ausgaben zuverlässig abdeckt. Wichtig ist zudem eine Nachversicherungsmöglichkeit, damit sich die Absicherung später an Gehaltssteigerungen oder Karriereentwicklungen anpassen lässt.
- Freiberufliche Steuerberater: Ihr Einkommen hängt unmittelbar von Ihrer persönlichen Arbeitsleistung ab. Bei einem Ausfall gibt es keine Einnahmen, während private Fixkosten weiterlaufen. Entsprechend wichtig ist eine ausreichend hohe Absicherung, die den bisherigen Lebensstandard trägt.
Leistungen und wichtige Vertragsmerkmale
Damit eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Berufsgruppen in Kammerberufen wie Architekten, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte, Notare oder Ärzte im Ernstfall wirklich schützt, kommt es auf die richtigen Leistungen und Vertragsdetails an. Nicht jede Berufsunfähigkeitsversicherung ist gleich gut geeignet, gerade bei einem geistig anspruchsvollen Beruf.

Wichtige Leistungen und Merkmale sind:
Höhe der Absicherung und Praxistipps
Die richtige Höhe der Berufsunfähigkeitsrente ist entscheidend dafür, ob Sie im Ernstfall Ihren Lebensstandard halten können. Als Regel hat sich etabliert, etwa 75 Prozent des aktuellen Nettoeinkommens abzusichern. Diese Orientierung berücksichtigt, dass zwar bestimmte Ausgaben wegfallen können, die meisten laufenden Kosten jedoch bestehen bleiben.
Ein Beispiel: Verdienen Sie als Steuerberater monatlich 3.500 Euro netto, sollte Ihre Berufsunfähigkeitsrente bei rund 2.600 Euro im Monat liegen. Damit lassen sich Miete, Versicherungen, laufende Verpflichtungen sowie private Lebenshaltungskosten weiterhin decken. Selbstständige und Kanzleiinhaber sollten zusätzlich prüfen, ob betriebliche Fixkosten in die Absicherung einbezogen werden müssen.
Praxistipps für eine passende Absicherung:
Berufsunfähigkeit absichern: Je früher, desto besser
Eine frühzeitige Absicherung durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch für steuerberatende Berufe sinnvoll. Denn in jungen Jahren ist man in der Regel noch deutlich gesünder und hat keine oder weniger Vorerkrankungen, die sich bei der Gesundheitsprüfung durch höhere Beiträge, Leistungsausschlüsse oder Ablehnung auf den Vertragsabschluss auswirken können.
Golden BU der LV 1871: Passgenaue Absicherung für Steuerberater
Die Berufsunfähigkeitsversicherung Golden BU der LV 1871 sichert Steuerberater finanziell umfangreich ab, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, Ihren Beruf auszuüben. Voraussetzung für die Berufsunfähigkeit ist, dass sie ihren zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 Prozent für längere Zeit nicht mehr ausüben können. Folgende Leistungen bietet die Golden BU der LV 1871 für steuerberatende Berufe.
Zusätzliche Leistungen
Weitere Leistungen sind zum Teil automatisch inkludiert oder können als optionaler Baustein im Vertrag eingeschlossen werden. Optionale Leistungen sind abhängig vom gewählten Tarif und Versicherungsanbieter. Die Golden BU der LV 1871 bietet beispielsweise unter anderem eine schnelle Leistung bei schwerer Krankheit, eine Pflegerente, eine Karrieregarantie, Leistungen bei Arbeitsunfähigkeit oder finanzielle Unterstützung auf dem Weg zurück ins Berufsleben.







