Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte

  • Warum eine private BU für Ärzte sinnvoll ist

  • Vereinfachte Risikoprüfung beim Abschluss

  • Flexible Anpassung der BU-Rente für Kammerberufe

Lächelnder Arzt mit Stethoskop um den Hals

Schnellüberblick

  • Hohe Relevanz der BU für Ärzte: Aufgrund hoher beruflicher Belastungen und eines realen Risikos der Berufsunfähigkeit ist eine private Absicherung essenziell, um den Lebensstandard im Ernstfall zu sichern.

  • Versorgungswerk allein reicht oft nicht aus: Leistungen greifen meist erst bei vollständiger Berufsunfähigkeit (100%), während eine private BU bereits bei teilweiser Einschränkung zahlt.

  • Früher Abschluss und passende Tarifwahl sind entscheidend: Ein früher Einstieg sichert besserte Konditionen. Zudem sollten Ärzte auf ausreichende Rentenhöhe, flexible Anpassungsmöglichkeiten und berufsspezifische Leistungen achten.

Warum ist eine BU für Ärzte sinnvoll?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist für die meisten Ärzte eine sinnvolle Ergänzung zum berufsständischen Versorgungswerk. Die Absicherung über das berufsständische Versorgungswerk ist für die meisten Mediziner verpflichtend, aber in vielen Fällen nicht ausreichend.

Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit bei Ärzten

Gerade zu Beginn des Berufslebens erscheint das Risiko schwer oder dauerhaft zu erkranken sehr weit weg. Doch die Wahrscheinlichkeit bis zur Rente berufsunfähig zu werden ist hoch. Jeder vierte Arbeitnehmer und Selbstständige scheidet vorzeitig aus dem Berufsleben aus.

Ärzte sind in ihrem Beruf hohem Stress, starken körperlichen und psychischen Anforderungen sowie gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Faktoren wie lange Arbeitszeiten, Schichtdienste, langes Stehen bei Operationen und emotional belastende Situationen erhöhen das Risiko einer Berufsunfähigkeit. Eine private BU ist für Ärzte und Ärztinnen deshalb essenziell. Denn sie sichert den erarbeiteten Lebensstandard ab, für den Fall, dass Sie Ihre berufliche Tätigkeit bedingt durch Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall nicht mehr ausüben können.

Jeder Vierte wird berufsunfähig

Warum ist eine private BU neben dem Versorgungswerk für Mediziner wichtig?

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist neben der Absicherung über das Versorgungswerk für Ärzte und Ärztinnen wichtig, da die Leistung vom Versorgungswerk oft nicht ausreichend ist und nur bei einer 100-prozentigen Berufsunfähigkeit greift.

Ärzte sind als Kammerberuf verpflichtet sich in einem ärztlichen Versorgungwerk zu versichern. Damit haben sie unter anderem Anspruch auf Leistungen im Fall einer Berufsunfähigkeit. Die Absicherung über das Versorgungswerk greift allerdings erst, wenn eine 100-prozentige Berufsunfähigkeit vorliegt. Das bedeutet: Versorgungswerke erkennen die Berufsunfähigkeit erst an, wenn sämtlichen ärztlichen Tätigkeiten zu 100 Prozent nicht mehr nachgegangen werden kann. Wer beispielsweise nur zu 70 Prozent eingeschränkt ist und in der Wissenschaft oder in der Ausbildung junger Ärzte noch tätig sein könnte, erhält keine finanzielle Unterstützung.

Eine private BU leistet dahingegen bereits ab einer Einschränkung von mindestens 50 Prozent. Ist ein Arzt zum Beispiel durch gesundheitliche Einschränkungen nicht mehr in der Lage 70 Prozent seiner Tätigkeiten nachzugehen, aber kann dennoch die restlichen 30 Prozent ausführen, würde ein Versorgungswerk nicht zahlen, eine private Versicherung in der Regel schon. Damit zählt die BU zu den wichtigsten Versicherungen für Ärzte.

Golden BU der LV 1871: Passgenaue Absicherung für Ärzte

Die Berufsunfähigkeitsversicherung Golden BU der LV 1871 unterstützt Mediziner im Ernstfall mit einer monatlichen Rente. Voraussetzung ist, dass sie ihren zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 Prozent über einen längeren Zeitraum hinweg nicht mehr ausüben können. Mithilfe der BU-Rente können Ärzte Einkommenseinbußen ausgleichen und regelmäßigen Kosten weiterhin nachkommen.

Die Golden BU bietet eine umfangreiche Absicherung und passende Leistungen für Ärzte:

Ärzte können die Golden BU bis zu einem Alter von 35 Jahren besonders einfach abschließen. Eine vereinfachte Risikoprüfung mit nur wenigen Risikofragen ist für die meisten Ärzte bis zu einer monatlichen BU-Rente von 2.500 Euro möglich.

Auch nach Vertragsabschluss kann die versicherte Rente flexibel an die individuelle Lebenssituation angepasst werden. Bei den meisten ärztlichen Tätigkeiten ist die Anpassung der BU-Rente über die Nachversicherung bis zu 4.000 Euro monatlich möglich.

Ereignisabhängige Nachversicherungsgarantie

Mit der ereignisabhängigen Nachversicherungsgarantie kann die Rente innerhalb von 12 Monaten nach Eintritt definierter Ereignisse erhöht werden. Beispiele für Anlässe sind u.a. ein Immobilienkauf oder eine Hochzeit.

Ereignisunabhängige Nachversicherungsgarantie

Mit der ereignisunabhängigen Nachversicherungsgarantie kann de BU-Schutz darüber hinaus bis zu einem Alter von 50 Jahren alle drei Jahre erhöht werden.

Der Vorteil bei der Golden BU für Ärzte

Versicherungen rechnen in der Regel bei der Obergrenze für Erhöhungen mögliche Ansprüche aus Versorgungswerken an, was die Erhöhungsmöglichkeit deutlich einschränkt. Bei der Golden BU werden Ansprüche aus Versorgungswerken bei der Nachversicherungsgarantie nicht angerechnet, damit BU-Renten möglichst flexibel angepasst werden können.

Bei Ärzten verzichtet die LV 1871 im Leistungsfall auf die Prüfung einer möglichen Umorganisation der beruflichen Tätigkeit. Das bedeutet, dass Ärzte den eigenen Betrieb organisatorisch nicht so umgestalten müssen, dass weiterhin eine andere zumutbare Tätigkeit im eigenen Unternehmen möglich wäre. Damit ist eine einfache Anerkennung der Berufsunfähigkeit für Ärzte mit eigenem Betrieb sichergestellt.

Ärzte sind einem besonders hohen Infektionsrisiko ausgesetzt. Die Golden BU enthält eine sogenannte Infektionsklausel, nach der Ärzte auch dann als berufsunfähig gelten, wenn sie an einer Infektionskrankheit leiden, bei der die Gefahr besteht, dass sich Mitarbeiter und Patienten anstecken. In einem solchen Fall wird ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen. Die LV 1871 zahlt die BU-Rente bei einem teilweisen oder vollständigen Tätigkeitsverbot, wenn Mediziner ihren Beruf deshalb für mindestens sechs Monate nicht mehr ausüben können.

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Wann sollten Ärzte eine BU abschließen?

Grundsätzlich gilt: Je früher der Abschluss, desto besser. Denn private Versicherer führen vor Vertragsschluss eine Risikoprüfung mit Gesundheitsfragen durch. Als Arzt lohnt es sich bereits im Studium über einen Versicherungsabschluss nachzudenken, da Studierende von vergünstigten Tarifen profitieren und meist noch keine Vorerkrankung haben. Je nach Art und Umfang von Vorerkrankungen wird die BU durch Risikozuschläge teurer oder die Krankheit muss als Ursache für eine Berufsunfähigkeit vom Vertrag ausgeschlossen werden. Zum Teil kommt es auch zur Ablehnung des Versicherungsvertrages, wenn schwere gesundheitliche Einschränkungen vorliegen.

Hinzukommt, dass der Druck im Medizinstudium und mentale und körperliche Belastungen im praktischen Jahr, bereits während des Studiums zur Berufsunfähigkeit führen können. Nicht ohne Grund sind psychische Erkrankungen mittlerweile die häufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit (Quelle: Marktüberblick Berufsunfähigkeit 2025). Deshalb ist es sinnvoll, eine private BU möglichst früh abzuschließen.

junge Ärztin lächelt in die Kamera

Besonderheiten für Medizinstudenten

Für Studierende bietet die LV 1871 besondere Möglichkeiten, um den Leistungsumfang flexibel an die berufliche Weiterentwicklung anzupassen. Mit der Zukunftsgarantie räumen wir Medizinstudenten noch mehr Flexibilität ein, um auf alles, was noch kommt, optimal vorbereitet zu sein. Dabei erfolgt keine erneute Risikoprüfung. Beispielsweise können die Berufseinstufung und die Obergrenze für die Nachversicherung bei verschiedenen Anlässen überprüft werden. Zusätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, die BU-Rente anzupassen oder Optionen wie Die AU-Leistung, Beitragsdynamik oder das Pflegepaket nachträglich einzuschließen.

Worauf sollten Ärzte beim BU-Abschluss achten?

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Ärzte sicherstellen, dass berufsspezifische Aspekte wie beispielsweise eine Infektionsklausel oder der Verzicht auf Umorganisation abgedeckt sind. Hinzukommen allgemein Aspekte, die bei der BU-Absicherung bedacht werden sollten:

Achten Sie darauf eine ausreichend hohe Berufsunfähigkeitsrente zu vereinbaren. Ansonsten entsteht im Falle einer Berufsunfähigkeit eine Versorgungslücke und sie müssen ihren Lebensstandard anpassen oder können regelmäßigen Zahlungen nicht mehr nachkommen. Experten empfehlen etwa 75 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens mit einer BU-Versicherung abzusichern.

Bei Vertragsabschluss sollte sichergestellt werden, dass der Tarif keine abstrakte Verweisung enthält. Denn bei Verträgen, die eine abstrakte Verweisung beinhalten, würde die BU-Rente nicht ausgezahlt werden, wenn Sie theoretisch noch einen anderen, zumutbaren Beruf ausüben könnten – unabhängig davon, ob sie tatsächlich eine entsprechende Anstellung finden würden. Bei der Golden BU verzichten wir auf eine abstrakte Verweisung. Sie erhalten Ihre BU-Rente, wenn Sie nicht mehr in Ihrem zuletzt ausgeübten Beruf arbeiten können und müssen keine andere Tätigkeit ausüben.

Viele Ärzte arbeiten relativ lange und weit über das 60. Lebensjahr hinaus. Die Versicherungsbeiträge erhöhen sich mit zunehmender Versicherungsdauer, sodass es auf den ersten Blick verlockend erscheint, eine knapp bemessene Dauer zu vereinbaren. Laut dem deutschen Ärzteblatt treten die meisten Fälle von Berufsunfähigkeit bei Ärzten erst nach dem 60. Lebensjahr ein.  Dies sollten Sie bei der Wahl der Versicherungsdauer entsprechend berücksichtigen und auch Ihre individuelle Karriereplanung in die Wahl einfließen lassen. Im Idealfall schließt eine BU-Absicherung lückenlos an den geplanten Renteneintritt an. Wenn Sie planen mit 67 Jahren in Rente zu gehen, dann sollte auch die BU erst in diesem Alter enden.

Eine sinnvolle Möglichkeit, die BU an die speziellen Bedürfnisse von Ärzten anzupassen, ist die sogenannte Beitragsdynamik. Dabei wird im Vertrag in der Regel eine regelmäßige, prozentuale Beitragserhöhung festgelegt, sodass die Rentenhöhe schrittweise ansteigt und zum Beispiel die Inflation ausgeglichen werden kann. Ein weiterer Vorteil einer Beitragsdynamik: Es ist keine eine erneute Gesundheitsprüfung für die regelmäßigen Erhöhungen nötig.

Um zu einem späteren Zeitpunkt die Leistung an das eigene Leben anzupassen, ist es wichtig, dass die BU eine Nachversicherungsgarantie enthält. Damit kann die vereinbarte BU-Rente zum Beispiel bei besonderen Lebensereignissen wie Hochzeit, Geburt eines Kindes oder Jobwechsel ebenfalls ohne Gesundheitsprüfung erhöht werden.

Häufige Fragen

Ärzte haben ein erhöhtes Risiko für Berufsunfähigkeit durch hohe körperliche und psychische Belastungen. Eine private BU sichert den Lebensstandard ab, wenn der Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann.

Das Versorgungswerk zahlt in der Regel erst bei 100 % Berufsunfähigkeit. Eine private BU leistet hingegen meist schon ab 50 % Einschränkung und schließt so wichtige Versorgungslücken.

So früh wie möglich – idealerweise bereits im Studium. Ein frühzeitiger Abschluss sichert geringere Beiträge und vermeidet Probleme durch mögliche Vorerkrankungen.

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