Private Rentenversicherung

Zusatzrente

  • Erklärung & Definition Zusatzrentenversicherung

  • Ist eine Zusatzrente sinnvoll?

  • Verschiedene Arten im Überblick

Seniorenpaar diskutiert am Küchentisch über private Zusatzrentenversicherung

Aktualisiert: 14.07.2026

Schnellüberblick

  • Eine Zusatzrente ergänzt die gesetzliche Rente und hilft dabei, die persönliche Rentenlücke im Ruhestand zu schließen.

  • Welche Zusatzrentenversicherung sinnvoll ist, hängt von Lebenssituation, Einkommen, Rentenbeginn, Sicherheitsbedürfnis und Renditeerwartung ab.

  • Möglich sind unter anderem private Rentenversicherungen, fondsgebundene Rentenversicherungen, Basisrente, betriebliche Altersvorsorge und die Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst.

Warum wird eine Zusatzrente immer wichtiger?

Die meisten Menschen freuen sich darauf, nach einem arbeitsreichen Leben in den Ruhestand gehen zu können. Endlich Zeit, die Hektik des Berufslebens hinter sich zu lassen, zu reisen und seinen Hobbys nachzugehen. Doch wer sein Alter in vollen Zügen genießen will, muss heute frühzeitig vorsorgen. Denn die gesetzliche Rente allein wird für viele Menschen nicht mehr ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten.

Das Rentenniveau der gesetzlichen Rentenversicherung ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Aktuell wird es durch eine Haltelinie stabilisiert. Nach derzeitige Rechtslage (2026) gilt bis 2031 ein Rentenniveau von 48 Prozent. Dies bedeutet jedoch nicht, dass gesetzlich Versicherte im Ruhestand 48 Prozent ihres letzten Einkommens erhalten. Das Rentenniveau beschreibt lediglich das Verhältnis einer Standardrente zum Durchschnittseinkommen. Für die persönliche Altersvorsorge ist es deshalb wichtig zu wissen, wie hoch die eigenen gesetzliche Rente voraussichtlich ausfallen wird und welche monatlichen Ausgaben im Alter bestehen werden.

Eine private Zusatzrente kann helfen, die persönliche Rentenlücke zu schließen und größere finanzielle Engpässe im Alter zu vermeiden. Sie ergänzt die gesetzliche Rente um eine zusätzliche private, betriebliche oder staatlich geförderte Altersvorsorge.

Was ist eine Zusatzrente bzw. Zusatzrentenversicherung?

Eine Zusatzrente oder Zusatzrentenversicherung ist eine Altersvorsorge, die zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung abgeschlossen wird. Sie dient dazu, eine weitere Einkommensquelle für den Ruhestand aufzubauen und den Lebensstandard im Alter besser abzusichern.

Wenn die gesetzliche Rente im Alter nicht ausreicht, hilft eine Zusatzrente dabei, die Versorgungslücke zu schließen. Diese Lücke ist für viele Menschen in Deutschland bereits jetzt Realität. Laut Rentenatlas 2025 lag der durchschnittliche Bruttobetrag der Altersrenten nach mindestens 35 Versicherungsjahren im Rentenbestand Ende 2024 bundesweit bei 1.692 Euro. Männer erhielten im Durchschnitt 1.892 Euro, Frauen 1.459 Euro.

Wer auch im Ruhestand keine größeren Einbußen im Lebensstandard hinnehmen möchte, sollte deshalb frühzeitig zusätzlich vorsorgen. Eine private Zusatzrentenversicherung kann dabei helfen, planbar Vermögen aufzubauen und sich je nach Tarif eine lebenslange monatliche Zusatzrente zu sichern.

Ist eine Zusatzrente sinnvoll?

Für viele Menschen ist eine Zusatzrentenversicherung sinnvoll, weil sie die gesetzliche Rente ergänzt und mehr finanzielle Sicherheit schafft. Das gilt besonders für Personen, die ihren Lebensstandard halten, früher in Rente gehen oder Teilzeitphasen ausgleichen möchten.

Ob eine Zusatzrente sinnvoll ist, hängt vor allem von der individuellen Rentenlücke ab. Je größer der Unterschied zwischen dem gewünschten bzw. benötigten Einkommen im Ruhestand und der voraussichtlichen gesetzlichen Rente ist, desto wichtiger wird eine zusätzliche private oder betriebliche Altersvorsorge.

Rentenlücke vermeiden

In Deutschland basiert die Altersvorsorge auf dem sogenannten Drei-Säulen-Modell. Die erste Säule bildet die gesetzliche Rentenversicherung. Sie dient der Basisabsicherung, reicht aber häufig nicht aus, um alle Ausgaben im Ruhestand zu finanzieren. Die zweite Säule umfasst die betriebliche Altersvorsorge. Die dritte Säule besteht aus privater Vorsorge, zum Beispiel über eine private Rentenversicherung, eine fondsgebundene Rentenversicherung oder eine Basisrente.

Die Rentenlücke bezeichnet die Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen vor dem Ruhestand und der zu erwartenden gesetzlichen Rente. Sie macht deutlich, mit welchen finanziellen Einschränkungen im Alter zu rechnen ist, wenn man sich ausschließlich auf die gesetzliche Rente verlässt. Je größer diese Lücke ist, desto dringender ist die Notwendigkeit einer ergänzenden Vorsorge durch eine Zusatzrente.

Persönliche Rentenlücke berechnen

Die persönliche Rentenlücke lässt sich vereinfacht so berechnen: gewünschtes monatliches Einkommen im Ruhestand minus voraussichtliche gesetzliche Netto-Rente gleich monatliche Rentenlücke. Wer zum Beispiel im Ruhestand 2.500 Euro netto benötigt und voraussichtlich 1.600 Euro gesetzliche Rente erhält, hat eine monatliche Rentenlücke von 900 Euro. Diese Lücke sollte möglichst frühzeitig durch private Altersvorsorge, betriebliche Altersvorsorge oder weitere Vermögensbausteine geschlossen werden.

Wichtig ist dabei, nicht nur die heutige Kaufkraft zu betrachten. Inflation, steigende Lebenshaltungskosten, Gesundheitsausgaben oder der Wunsch nach Reisen und Freizeitaktivitäten können den tatsächlichen Finanzbedarf im Ruhestand erhöhen. Eine Zusatzrentenversicherung sollte deshalb nicht nur die rechnerische Lücke schließen, sondern auch ausreichend Spielraum für unvorhergesehene Ausgaben lassen.

Zeitpunkt des Renteneintritts

Auch der Zeitpunkt des Renteneintritts spielt eine wichtige Rolle. Das reguläre gesetzliche Renteneintrittsalter liegt für Jahrgänge ab 1964 derzeit bei 67 Jahren. Möglicherweise wird es in Zukunft noch weiter angehoben. Wer zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen früher aus dem Berufsleben ausscheiden möchte, muss Abzüge bei der ohnehin niedrigen gesetzlichen Rente in Kauf nehmen. Der Abschlag beträgt 0,3 Prozent pro Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme, höchstens 14,4 Prozent. Wer beispielsweise zwölf Monate früher in Rente geht, erhält dauerhaft 3,6 Prozent weniger gesetzliche Rente. Eine Zusatzrente kann helfen, solche Abschläge ganz oder teilweise auszugleichen.

Daher empfiehlt es sich, so früh wie möglich mit der privaten Altersvorsorge zu beginnen. Für Auszubildende und Berufseinsteigende gibt es umfangreiche Angebote an privaten Zusatzrentenversicherungen, mit denen sich junge Menschen ein sicheres Finanzpolster für die Zukunft aufbauen können. Dank des Zinseszinseffekts und längeren Einzahlungszeiten steht am Ende des Berufslebens eine ausreichende Monatsrente zur Verfügung.

Eine Zusatzrente ist aber nicht nur für junge Menschen relevant. Wer mit 40, 50 oder 60 Jahren seine Altersvorsorge überprüft, kann ebenfalls noch wichtige Weichen stellen. Je kürzer die Zeit bis zum Rentenbeginn ist, desto wichtiger werden eine realistische Beitragsplanung, die passende Anlagestrategie und eine genaue Berechnung der Versorgungslücke.

Für wen lohnt sich eine Zusatzrente?

Eine Zusatzrente kann für unterschiedliche Menschen sinnvoll sein. Angestellte profitieren davon, ihre gesetzliche Rente privat oder betrieblich zu ergänzen. Selbstständige und Freiberufler benötigen häufig eine deutlich höhere private Altersvorsorge, da sie oft nicht oder nur teilweise in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Auch Familien können mit einer Zusatzrentenversicherung finanzielle Sicherheit für den Ruhestand schaffen und je nach Tarif auch Hinterbliebene absichern.

Besonders wichtig ist zusätzliche Vorsorge für Menschen mit längeren Teilzeitphasen und Erwerbsunterbrechungen. Diese Lebensphasen können sich deutlich auf die spätere gesetzliche Rente auswirken. So sind Frauen aufgrund häufiger Teilzeitbeschäftigung, Kindererziehungszeiten oder Pflege von Angehörigen oft stärker von einer Rentenlücke betroffen. Eine private Zusatzrente kann helfen, diese Lücke gezielt auszugleichen.

Darüber hinaus ist eine Zusatzrente auch interessant für Personen, die früher aus dem Berufsleben ausscheiden möchten oder müssen. Sie kann dazu beitragen, die Zeit bis zum regulären Rentenbeginn finanziell zu überbrücken oder Abschläge bei der gesetzlichen Rente abzufedern.

Was kostet eine Zusatzrentenversicherung?

Die Kosten einer Zusatzrentenversicherung hängen von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind vor allem das Eintrittsalter, die gewünschte monatliche Zusatzrente, die Laufzeit bis zum Rentenbeginn, die gewählte Anlageform und mögliche Zusatzbausteine. Wer früh beginnt, kann mit geringeren monatlichen Beiträgen über eine längere Laufzeit Vermögen aufbauen. Wer später startet, benötigt häufig höhere Beiträge oder einen Einmalbeitrag, um eine vergleichbare Zusatzrente zu erreichen.

Auch die Tarifgestaltung beeinflusst die spätere Leistung. Eine klassische Rentenversicherung bietet mehr Planungssicherheit, während eine fondsgebundene Rentenversicherung höhere Renditechancen eröffnen kann. Garantien können Sicherheit schaffen, reduzieren aber je nach Ausgestaltung die Renditechancen. Deshalb sollte die Zusatzrentenversicherung immer zur persönlichen Lebenssituation, Risikobereitschaft und finanziellen Leistungsfähigkeit passen.

Welche Arten der Zusatzrente gibt es?

Der Begriff „Zusatzrente“ ist nicht eindeutig definiert und bezieht sich auf verschiedene Formen der zusätzlichen Altersvorsorge. Dazu zählen die private Rentenversicherung, die fondsgebundene Rentenversicherung, die Basisrente, die betriebliche Altersvorsorge, die Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst und historische Sonderformen wie die freiwillige  Zusatzrentenversicherung aus Zeiten der DDR.

1. Zusatzrente im öffentlichen Dienst

Die Zusatzrente im öffentlichen Dienst in eine Art der betrieblichen Altersvorsorge für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Die Beschäftigten erwerben dabei über Zusatzversorgungskassen wie zum Beispiel die VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder) zusätzliche Rentenansprüche. Die Beiträge werden in der Regel gemeinsam von Arbeitgeber und des Arbeitnehmenden finanziert.

2. Zusatzrente aus der betrieblichen Altersvorsorge (bAV)

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist eine Art der betrieblichen Zusatzleistung, die Arbeitgeber ihren Angestellten anbieten können. Dieses Anlagemodell kann sich individuell aus Direktzusagen, Unterstützungskassen, Pensionskassen, Pensionsfonds oder Direktversicherungen zusammensetzen. Die Beiträge zur bAV können steuerlich gefördert werden und bieten den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern neben der gesetzlichen Rentenversicherung eine zusätzliche Säule der Altersvorsorge. Häufig beteiligt sich der Arbeitgeber an der Finanzierung, weshalb die bAV eine attraktive Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung sein kann.

3. Freiwillige Zusatzrentenversicherung (DDR)

Die freiwillige Zusatzrentenversicherung war ein System der Altersvorsorge in der ehemaligen DDR, das bis 30. Juni 1990 bestand. Sie ermöglichte es den Bürgern, durch freiwillige Beiträge eine höhere Rente zu erzielen. Nach der Wiedervereinigung wurden diese Ansprüche in das westdeutsche Rentensystem überführt und entsprechend angepasst. Für heutige Sparer spielt diese Forme der Zusatzrente keine aktive Rolle mehr. Sie ist lediglich relevant für Personen, die in der DDR entsprechende Ansprüche erworben haben.

4. Private Altersvorsorge

Neben der gesetzlichen und betrieblichen Vorsorge gibt es ein breites Angebot an privaten Möglichkeiten, um eine Zusatzrente aufzubauen. Welche Variante sinnvoll ist, hängt stark von der individuellen Lebenssituation, den finanziellen Möglichkeiten, der Risikobereitschaft und den persönlichen Zielen ab. Die private Rentenversicherung ist ein vielseitiges und flexibles Instrument der Altersvorsorge, das sich über die reine Rentenabsicherung hinaus gezielt an die Bedürfnisse der Versicherungsnehmer anpassen lässt. Sie kann auf Sicherheit, Renditechancen oder eine Kombination aus beidem ausgerichtet werden. Je nach Tarif lassen sich zusätzliche Bausteine integrieren, etwa zur Absicherung von Berufsunfähigkeit, Hinterbliebenen oder Pflegebedürftigkeit.

Die Basisrente (Rürup-Rente) als staatlich geförderte Lösung ist u.a. für Selbstständige und Freiberufler interessant, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Die Beiträge zur Basisrente können steuerlich geltend gemacht werden, was einen zusätzlichen Anreiz zur privaten Vorsorge darstellt. Der Nachteil: Die Rürup-Rente ist bis zum Rentenbeginn unkündbar. Eine Auszahlung vor dem Renteneintritt ist nicht möglich, etwa um unvorhergesehene finanzielle Engpässe auszugleichen. Außerdem kann das angesparte Vermögen im Fall des vorzeitigen Todes in der Regel nicht an andere Personen vererbt werden. Um die Vererbbarkeit einer Basisrente zu ermöglichen, kann allerdings bei den meisten Versicherungsgesellschaften ein zusätzlicher Hinterbliebenenschutz vereinbart werden.

Für wen geeignet? Die Basisrente eignet sich daher vor allem für Personen, die langfristig und steuerlich gefördert für den Ruhestand vorsorgen möchten und während der Ansparphase nicht auf das eingezahlte Kapital zugreifen müssen. Wer hingegen hohe Flexibilität oder eine mögliche Kapitalauszahlung wünscht, sollte auch andere Formen der Zusatzrentenversicherung prüfen.

Ein weiteres Vorsorgemodell ist die fondsgebundene Rentenversicherung. Bei dieser Variante werden die Beitragszahlungen in Investmentfonds angelegt. Je nach Wertentwicklung der gewählten Fonds kann die Höhe der späteren Zusatzrente variieren. Anders als bei der klassischen Rentenversicherung besteht bei fondsgebundenen Modellen die Möglichkeit, von positiven Entwicklungen am Kapitalmarkt mit einer höheren Rendite zu profitieren.

Das individuelle Portfolio aus Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds, Immobilienfonds und anderen Anlageklassen lässt sich je nach Risikobereitschaft unterschiedlich konfigurieren. Versicherungsgesellschaften bieten mittlerweile auch eine breite Auswahl aus von Experten zusammengestellten und verwalteten Portfoliolösungen. Bei der fondsgebundenen Rentenversicherung der LV 1871 können Versicherte ein eigenes Portfolio aus bis zu 160 Fonds und ETFs zusammenstellen oder sich für eine exklusive Portfoliolösung entscheiden. Mit der Expertenpolice setzen Versicherte beim Vermögensaufbau auf aktiv gemanagte Fonds, die von Anlagespezialisten der LV 1871 verwaltet werden. Mit dem ETF-Portfolio Plus können sie zwischen fünf exklusiven Portfolios auf Basis von passiven, transparenten und kostengünstigen Investmentfonds wählen. Und mit dem Aktiv-Portfolio Weitsicht steht eine exklusive Fondslösung mit FNG-zertifizierten Investmentfonds zur gezielten Vermeidung von Nachhaltigkeitsrisiken zur Wahl.

Für wen geeignet? Eine fondsgebundene Zusatzrentenversicherung eignet sich besonders für Menschen, die langfristig vorsorgen und Renditechancen nutzen möchten. Sie sollten jedoch bereit sein, Wertschwankungen während der Ansparphase zu akzeptieren. Je nach Tarif können Garantien integriert werden, um Chancen und Sicherheit individuell auszubalancieren.

Gegenüber der Basisrente bietet die klassische Rentenversicherung mehr Flexibilität: Versicherte können selbst entscheiden, wie viel sie in der Ansparphase monatlich, vierteljährlich oder jährlich einzahlen möchten. Auch die Auszahlungsmodalitäten bieten mehr Freiheiten als bei der Basisrente und richten sich nach den individuellen Bedürfnissen. Je nach Vertrag können die Rentenzahlungen beispielsweise lebenslang oder als einmalige Kapitalauszahlung erfolgen.

Bei der klassischen Rentenversicherung garantiert der Versicherer eine bestimmte Mindestverzinsung der eingezahlten Beiträge und eine feste Rentenhöhe, die auch bei Marktschwankungen nicht unterschritten wird. Damit haben Versicherungsnehmer eine hohe Planungssicherheit und sind vor größeren finanziellen Risiken geschützt.

Für wen geeignet? Eine klassische Rentenversicherung kann deshalb für sicherheitsorientierte Menschen geeignet sein, die im Ruhestand vor allem eine planbare Zusatzrente wünschen und weniger Wert auf hohe Kapitalmarktchancen legen. Wer Renditechancen stärker gewichten möchte, sollte auch fondsgebundene oder hybride Modelle prüfen.

Infografik Möglichkeiten der privaten Rentenversicherung im Überblick

Welche Zusatzrente passt zu mir?

Welche Zusatzrente am besten passt, hängt von der persönlichen Situation ab. Die folgende Übersicht kann bei der ersten Orientierung helfen:

Geeignet für renditeorientierte Vorsorgesparerinnen und Vorsorgesparer mit langfristigem Anlagehorizont. Sie bietet höhere Ertragschancen, ist aber mit Wertschwankungen verbunden.

Geeignet für sicherheitsorientierte Personen, die Wert auf planbare Leistungen und eine stabile Zusatzrente legen.

Geeignet für Selbstständige, Freiberufler und Gutverdienende, die steuerlich gefördert vorsorgen möchten und auf Flexibilität während der Ansparphase verzichten können.

Geeignet für Angestellte, die über ihren Arbeitgeber zusätzlich vorsorgen möchten und von steuerlichen Vorteilen oder Arbeitgeberzuschüssen profitieren können.

Geeignet für Beschäftigte im öffentlichen Dienst, die über VBL oder andere Zusatzversorgungskassen zusätzliche Rentenansprüche erwerben.

Wie wird eine Zusatzrente versteuert?

Die steuerliche Behandlung einer Zusatzrente hängt von der jeweiligen Vorsorgeform ab. Bei privaten Rentenversicherungen wird eine lebenslange Rentenzahlung in der Regel mit dem Ertragsanteil besteuert. Bei Kapitalauszahlungen kommt es unter anderem auf die Vertragslaufzeit, das Alter bei Auszahlung und die konkrete Vertragsgestaltung an.

Bei der Basisrente können Beiträge während der Ansparphase steuerlich geltend gemacht werden, dafür ist die spätere Rente steuerpflichtig.

Auch bei der betrieblichen Altersvorsorge können Beiträge in der Ansparphase steuerlich begünstigt sein. Die spätere Leistung wird jedoch grundsätzlich nachgelagert besteuert. Zusätzlich können bei bestimmten bAV-Leistungen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung anfallen.

Da steuerliche Regelungen von der individuellen Situation abhängen und sich ändern können, sollte die steuerliche Behandlung einer Zusatzrentenversicherung immer im Rahmen einer persönlichen Beratung geprüft werden.

Vor- und Nachteile einer Zusatzrentenversicherung

Vorteile einer Zusatzrente

Eine Zusatzrentenversicherung bietet mehrere Vorteile. Sie kann helfen, die Rentenlücke zu schließen, den Lebensstandard im Alter zu sichern und eine lebenslange zusätzliche Rente aufzubauen. Je nach Tarif sind flexible Beiträge, Zuzahlungen, Kapitaloptionen, Hinterbliebenenschutz oder zusätzliche Absicherungsbausteine möglich. Ein weiterer Vorteil ist die individuelle Gestaltung. Sicherheitsorientierte Personen können stärker auf Garantien setzen. Renditeorientierte Vorsorgesparerinnen und Vorsorgesparer können fondsgebundene Lösungen wählen. Wer steuerliche Förderung nutzen möchte, kann die Basisrente oder betriebliche Altersvorsorge prüfen.

Nachteile einer Zusatzrente

Eine Zusatzrentenversicherung sollte sorgfältig ausgewählt werden, da sie Sparer in der Regel über mehrere Jahrzehnte begleitet. Je nach Produkt können Kosten entstehen, die die Rendite beeinflussen. Bei fondsgebundenen Tarifen sind Wertschwankungen möglich. Bei sehr sicherheitsorientierten Tarifen können die Renditechancen geringer ausfallen.

Auch die Flexibilität unterscheidet sich je nach Vertrag. Manche Vorsorgeformen, etwa die Basisrente, erlauben keine vorzeitige Kapitalauszahlung. Deshalb ist es wichtig, vor Abschluss zu prüfen, ob der Vertrag zu den eigenen finanziellen Zielen, zur Risikobereitschaft und zur gewünschten Flexibilität passt.

Icons Ideenschmiede

Frühzeitig privat vorsorgen lohnt sich

Das gesetzliche Rentensystem steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die es für Versicherte immer schwieriger machen, den gewohnten Lebensstandard zu halten. Eine immer geringere Zahl junger Menschen zahlt in das gesetzliche Rentensystem ein, während derzeit besonders viele Vertreter der sogenannten Baby-Boomer-Generation das Renteneintrittsalter erreichen. Als Fazit lässt sich festhalten, dass eine private Zusatzrente angesichts der Entwicklung der gesetzlichen Rente für die meisten Menschen sinnvoll und notwendig ist, um die finanzielle Versorgungslücke im Alter zu schließen. Je früher Sie mit der Vorsorge beginnen, desto mehr profitieren Sie von Zinseszinseffekten und längeren Einzahlungsperioden. Durch eine fachkundige Beratung erhalten Sie eine maßgeschneiderte Zusatzrente, die Ihren individuellen Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten entspricht.

Häufige Fragen

Eine Zusatzrente ist eine zusätzliche Altersvorsorge, die die gesetzliche Rente ergänzt. Sie kann privat, betrieblich oder staatlich gefördert aufgebaut werden.

Eine Zusatzrente ist sinnvoll, wenn die voraussichtliche gesetzliche Rente nicht ausreicht, um den gewünschten Lebensstandard im Alter zu finanzieren. Besonders wichtig ist sie bei einer größeren Rentenlücke, bei Teilzeitphasen, für Selbstständige oder bei dem Wunsch nach einem früheren Rentenbeginn.

Die Höhe der Zusatzrente sollte sich an der persönlichen Rentenlücke orientieren. Entscheidend ist, welches monatliche Einkommen im Ruhestand benötigt wird und wie hoch die gesetzliche Rente voraussichtlich ausfällt.

Das hängt von der Vorsorgeform ab. Beiträge zur Basisrente und zur betrieblichen Altersvorsorge können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich begünstigt sein. Bei privaten Rentenversicherungen gelten andere steuerliche Regeln.

Bei vielen privaten Rentenversicherungen ist eine lebenslange monatliche Rentenzahlung möglich. Je nach Tarif können auch Kapitalauszahlungen oder flexible Kombinationen vereinbart werden.

Das hängt vom Vertrag ab. Je nach Tarif können Rentengarantiezeiten, Beitragsrückgewähr oder Hinterbliebenenschutz vereinbart werden. Diese Optionen sollten bereits beim Abschluss berücksichtigt werden.

Private Rentenversicherung – Produkte der LV 1871

  • Versicherungen

    MeinPlan Basisrente

    Die staatlich geförderte Altersvorsorge

  • Versicherungen

    Klassische Rentenversicherung

    Die klassische Rentenversicherung

  • Versicherungen

    Fondsgebundene Rentenversicherung

    Rentenversicherung mit Renditechancen

Die Meinung der Experten:

Möchten Sie kompetent beraten werden?

Wir helfen Ihnen gerne

Weitere Infos zur privaten Rentenversicherung

  • Rentenversicherung

    Rente und Inflation

    Was ist Inflation und wie wirkt sich der Kaufkraftverlust auf die gesetzliche Rente aus? Erklärung und Tipps zum Inflationsausgleich.

  • Gesetzliche Rente

    Rentenbeiträge nachzahlen

    Wann lohnt es sich freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rente zu leisten und welche Voraussetzungen gibt es?

  • Versicherungen

    Altersvorsorge ab 40 Jahren

    Auch nach der Vollendung des 40. Lebensjahres lohnt es sich noch, über eine private Altersvorsorge nachzudenken. Dieser Ratgeber verschafft einen Überblick über die Möglichkeiten.

  • Gesetzliche Rente

    Rentenkonto klären

    Erfahren Sie, wie Sie Ihr Rentenkonto klären können, um sicherzustellen, dass Sie die maximal mögliche Rente erhalten.

  • Gesetzliche Rente

    Rentenniveau

    Das Rentenniveau ist das durchschnittliche Einkommen von Rentnern im Verhältnis zum Arbeitnehmer-Einkommen.

  • Gesetzliche Rente

    Rentensplitting

    Rentensplitting einfach erklärt: Alle Infos über Voraussetzungen, Vorteile und Nachteile – und wann Rentensplitting sinnvoll ist.