Rentenlücke mit der Entgeltumwandlung schließen
Durch die betriebliche Altersvorsorge (bAV) mittels Entgeltumwandlung können Teile des Bruttogehalts steuer- und sozialabgabenfrei in eine Altersvorsorge investiert werden. Eine Entgeltumwandlung im Rahmen einer bAV kann sinnvoll sein, um gemeinsam mit dem Arbeitgeber zusätzliches Kapital für den Ruhestand aufzubauen und die Rentenlücke zu schließen.
Was ist eine Entgeltumwandlung?
Der Arbeitnehmer zahlt direkt vor Steuern und Sozialabgaben einen Teil seines Gehalts in die bAV ein und erhält zusätzlich einen Zuschuss vom Arbeitgeber. Dieser liegt bei mindestens 15 Prozent des Arbeitnehmerbeitrags.
Warum ist die Entgeltumwandlung sinnvoll?
Die Entgeltumwandlung ist sinnvoll, da Arbeitnehmer mit ihr eine weitere Säule für die Altersvorsorge aufbauen können. Denn für die meisten gesetzlich Rentenversicherten lässt sich mit den Mitteln der gesetzlichen Rente der gewohnte Lebensstandard im Ruhestand ohne zusätzliche betriebliche und private Vorsorge kaum halten. Zusätzlich wird die gesetzliche Rente auf Grund des demografischen Wandels in Zukunft weiter sinken. Arbeitnehmer müssen daher zunehmend selbst für ihre Altersvorsorge sorgen.
Wann lohnt sich die Entgeltumwandlung?
Ob sich die Entgeltumwandlung lohnt, kann nicht pauschal beantwortet werden. Die bAV mittels Entgeltumwandlung kann für viele Menschen und verschiedene Lebensumstände sinnvoll sein. Dies hängt jedoch von mehreren Faktoren und der individuellen Lebenssituation ab.
Wenn Sie überlegen, ob die Entgeltumwandlung für Sie sinnvoll ist, dann helfen die folgenden Aspekte bei der Entscheidung:

Lohnt sich die Entgeltumwandlung für Besserverdienende?
Während die Steuerersparnis in der Ansparphase für Besserverdiener besonders attraktiv sein kann, ist der Effekt auf die Sozialversicherungsbeiträge begrenzt. Spitzenverdiener, die einen hohen Einkommenssteuersatz von bis zu 45% haben, können ihr Bruttoeinkommen durch die Entgeltumwandlung reduzieren. Bei der Auszahlung im Alter wird die Betriebsrente dann oft mit einem deutlich niedrigeren Steuersatz versteuert.
Doch wie sieht es mit der Sozialabgabenersparnis bei Spitzenverdienern aus? Liegt das Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) entfallen die Vorteile bei den Sozialabgaben. Wird durch die Entgeltumwandlung das verbleibende Bruttoeinkommen unter die Beitragsbemessungsgrenze gesenkt, kann dies zu einer Einsparung von Sozialversicherungsbeiträgen führen. Liegt das Einkommen nach Entgeltumwandlung jedoch weiterhin oberhalb der BBG, fällt nur die Steuerersparnis ins Gewicht.
Fazit: Wann ist die Entgeltumwandlung sinnvoll?
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Entgeltumwandlung besonders sinnvoll ist, wenn die Steuer- und Sozialabgabenersparnis sowie der Arbeitgeberzuschuss sehr hoch sind. Außerdem sollte die Entscheidung zur langfristigen Lebens- und Karriereplanung sowie zur persönlichen Einkommenssituation passen. Grundsätzlich gilt: Wer langfristig bei seinem Arbeitgeber bleibt und von einem hohen Zuschuss profitiert, hat größere Vorteile. Auch für Geringverdiener kann eine betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung sinnvoll sein. Sie profitieren besonders von einem hohen Arbeitgeberzuschuss und können sich damit eine Altersvorsorge aufbauen, die aus rein privaten Mitteln gar nicht möglich gewesen wäre.







