Welche Rolle spielt der Beruf bei der Risikolebensversicherung (RLV)?

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Schnellüberblick

  • Der Beruf beeinflusst die Beitragshöhe und Annahmebedingungen beim Abschluss der Risikolebensversicherung, da er zum individuellen Lebensrisiko beiträgt.

  • Risikoreiche Berufe führen oft zu höheren Beiträgen.

  • Die Angaben zum Beruf müssen immer korrekt und vollständig gemacht werden, da Falschangaben den Versicherungsschutz gefährden.

Der Beruf beim Abschluss der Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung (RLV) ist vor allem dann sinnvoll, wenn finanzielle Verpflichtungen wie ein Immobilienkredit, der Unterhalt von Kindern oder die Absicherung des Lebenspartners bestehen. Sie dient der finanziellen Absicherung der Hinterbliebenen im Todesfall der versicherten Person. Doch nicht jeder Versicherungsnehmer zahlt den gleichen Beitrag. Der Beruf spielt hier – neben anderen Faktoren – eine wichtige Rolle. Denn durch die Berufsgruppe wird die Risikoeinschätzung der Versicherung und die Beitragshöhe beeinflusst.

Versicherungsgesellschaften kalkulieren bei Risikoversicherungen die Beiträge auf Basis von Wahrscheinlichkeiten. Der Beruf ist dabei ein wichtiger Indikator für das individuelle Lebensrisiko. Personen mit Berufen, die ein höheres Gefahrenpotenzial bergen, gelten statistisch als risikoreicher und müssen entsprechend höhere Beiträge zahlen. Denn wer einen risikoreichen Beruf ausübt, hat aus Perspektive der Versicherung auch ein höheres Risiko, dass der Leistungsfall eintritt und die Versicherungssumme ausgezahlt werden muss.

Deswegen wird jeder Antrag vor dem Abschluss individuell beurteilt. Neben Alter, Gesundheitszustand, Sportarten und Lebensweise fließt auch der ausgeübte Beruf in die Beurteilung ein. Das Risiko wird nicht pauschal nach Branchen, sondern häufig nach Tätigkeitsbeschreibung und Arbeitsplatzbedingungen beurteilt. Ein Bauarbeiter auf einer Großbaustelle beispielsweise wird anders eingestuft als ein Architekt im Büro, auch wenn beide im Baugewerbe tätig sind.

Berufsgruppen mit erhöhtem Risiko

Es gibt Berufe, die mit einem erhöhten Unfallrisiko oder extremer körperlicher Belastung verbunden sind, was sich direkt auf die Kalkulation der Risikolebensversicherung auswirkt. Je risikoreicher ein Beruf eingestuft wird, desto höher ist in der Regel der Beitragssatz. In einigen Fällen verlangen die Versicherer auch zusätzliche Unterlagen oder Informationen über die berufliche Tätigkeit, bevor sie den Antrag annehmen.

Klassische Beispiele für Berufe mit erhöhtem Risiko sind:

  • Bauarbeiter (besonders im Hochbau)

  • Piloten z.B. Rettungshubschrauberpilot

  • Feuerwehrleute mit besonderer Gefährdung

  • Polizisten z.B. Kriminalbeamte oder Polizisten im Einsatzdienst

  • Soldaten

  • Skilehrer

  • Extremsporttrainer

Allerdings spielen nicht nur physische Risiken eine Rolle. Auch psychische Belastungen fließen in die Gefährdungsbeurteilung ein. So können auch Berufe mit einer dauerhaft hohen psychischen Beanspruchung als risikoreich eingestuft werden.

Wie wirkt sich der Beruf auf die Beiträge und den Vertragsabschluss aus?

Ein erhöhtes Berufsrisiko kann zu Risikozuschlägen bei der RLV auf die Standardprämie führen. Diese Zuschläge werden individuell berechnet und im Versicherungsangebot transparent ausgewiesen.

In seltenen Ausnahmefällen kann es bei sehr risikoreichen Berufen auch zu Ausschlüssen kommen. So können z.B. bei extrem gefährlichen Tätigkeiten der Beruf oder bestimmte Todesursachen (z.B. bei Unfällen im Einsatzdienst) vom Versicherungsschutz ausgeschlossen werden.

Wichtig ist, dass bei der Antragstellung für die Risikolebensversicherung der Beruf immer wahrheitsgemäß und so genau wie möglich angegeben wird. Falsche Angaben können im Leistungsfall zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.

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Wer eine anonyme Ersteinschätzung vor dem Abschluss einer Risikolebensversicherung einholen möchte, kann dafür beispielsweise das Online-Tool Quick-Risk der LV 1871 nutzen.

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