Altersvorsorge

Altersvorsorgedepot

  • Die neue staatlich geförderte Altersvorsorge

  • Einfach erklärt

  • Förderung im Überblick

Junge Frau spart für die Rente und freut sich über staatliche Förderung mit dem Altersvorsorgedepot

Zuletzt aktualisiert am 09.04.2026

Schnellüberblick

  • Neues staatliches Vorsorgemodell geplant: Das Altersvorsorgedepot soll ab 2027 als neue staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge eingeführt werden. Sparer investieren ihr Geld dabei direkt am Kapitalmarkt, etwa über Fonds oder ETFs.

  • Staatliche Förderung für Einzahlungen: Geplant sind Zulagen von bis zu 540 Euro pro Jahr sowie weitere Zuschüsse, etwa für Familien mit Kindern oder für junge Sparer.

  • Kapitalmarkt statt Garantierente: Das Modell setzt stärker auf langfristige Anlagen am Kapitalmarkt. Dadurch können sich höhere Renditechancen ergeben als bei vielen klassischen Vorsorgeprodukten mit verpflichtenden Garantien.

Was ist das Altersvorsorgedepot überhaupt?

Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot für die private Altersvorsorge. Damit können Sie regelmäßig Geld für den Ruhestand zurücklegen und es am Kapitalmarkt anlegen. Mit dem Altersvorsorgedepot sollen erstmals auch Anlagen in Fonds und ETFs staatlich unterstützt werden.

Wann soll das Altersvorsorgedepot kommen?

Nach aktueller Planung soll das Altersvorsorgedepot ab dem 1. Januar 2027 angeboten werden. Bis dahin müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen final beschlossen und Anbieter wie Banken und Versicherer entsprechende Produkte entwickelt haben. Grundlage bildet ein Gesetzentwurf zur Reform der Riester-Rente.

Zum derzeitigen Stand (März 2026) hat der Deutsche Bundestag am 27.03.2026 die Reform der privaten Altersvorsorge beschlossen. Dazu gehört auch das Konzept des Altersvorsorgedepots. Das Gesetz muss im nächsten Schritt noch durch den Bundesrat.

Unterschied zu Rürup-Rente, privater Rentenversicherung & Co.

Die Altersvorsorge in Deutschland besteht aus verschiedenen Bausteinen. Neben der gesetzlichen Rente gibt es mehrere staatlich geförderte und private Modelle. Das geplante Altersvorsorgedepot soll diese Landschaft ergänzen. Dabei setzt der Gesetzgeber stärker auf Kapitalmarktanlagen, da bestehende Modelle überwiegend auf reine Versicherungsprodukte ausgerichtet sind.

Abgrenzung des Altersvorsorgedepots zu bestehenden Vorsorgeoptionen:

Die Rürup-Rente richtet sich vor allem an Selbstständige und Gutverdiener. Beiträge lassen sich während der Einzahlungsphase steuerlich geltend machen. Im Ruhestand erhalten Sie daraus eine lebenslange monatliche Rente.

In eine private Fondsrente zahlen Sie ergänzend zur gesetzlichen Rente monatlich Beiträge ein. Der Versicherer legt das Geld für Sie basierend auf der gewählten Anlagestrategie am Kapitalmarkt an. Zum Rentenbeginn haben Sie dann beispielsweise die Wahl zwischen einer monatlichen Rente oder einer einmaligen Kapitalauszahlung.

Die betriebliche Altersvorsorge schließen Sie über Ihren Arbeitgeber ab. Entscheiden Sie sich für die sogenannte Entgeltumwandlung, dann nutzen Sie einen Teil des Bruttogehalts direkt monatlich für die Altersvorsorge. Zusätzlich beteiligt sich Ihr Arbeitgeber mindestens mit einem 15-prozentigen Pflichtzuschuss.

Beim Altersvorsorgedepot investieren Sie die Beiträge am Kapitalmarkt, etwa in Fonds oder ETFs. Der Staat unterstützt die Einzahlung durch Zulagen und steuerliche Vorteile.

Welche Förderung ist beim Altersvorsorgedepot geplant?

Die Bundesregierung plant, das Altersvorsorgedepot durch staatliche Zulagen und steuerliche Vorteile zu fördern. Die Förderungen orientieren sich dabei direkt an den eigenen Einzahlungen und sind für alle inländisch gesetzlich Rentenversicherte vorgesehen.

Nach aktuellem Gesetzentwurf will der Staat Einzahlungen in das Altersvorsorgedepot mit direkten Zulagen unterstützen. Für jeden eingezahlten Euro ist eine staatliche Förderung vorgesehen:

  • Für Einzahlungen bis 360 Euro pro Jahr soll der Staat 50 Cent pro Euro Das entspricht maximal 180 Euro jährlich.
  • Für weitere Einzahlungen von 361 bis 1.800 Euro pro Jahr sind 25 Cent pro Euro Es ist also eine erweiterte Zulage von maximal 360 Euro im Jahr möglich.
  • Dadurch erhöht sich die maximale Grundzulage auf insgesamt 540 Euro pro

Förderberechtigt sind voraussichtlich vor allem Personen, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder rentenversicherungspflichtig beschäftigt sind, zum Beispiel:

  • Angestellte und Arbeitnehmer
  • Auszubildende
  • Selbstständige mit Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Minijobber oder Studenten mit rentenversicherungspflichtigem Nebenjob
  • Mitglieder der Künstlersozialkasse
  • Personen in Elternzeit oder mit Krankengeldbezug
  • Bürgergeld-Empfänger, die zuvor in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben

Nicht förderberechtigt sind nach aktuellem Stand unter anderem:

  • Selbstständige ohne Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Freiwillig gesetzlich Rentenversicherte ohne Pflichtbeiträge
  • Minijobber, die sich von der Rentenversicherungspflicht haben befreien lassen
  • Mitglieder bestimmter berufsständischer Versorgungswerke
  • Hausfrauen und Hausmänner

Darüber hinaus kann eine Förderung auch indirekt möglich sein. Leben Sie beispielsweise in einer Ehe oder eingetragenen Partnerschaft mit einer förderberechtigten Person, kann eine sogenannte mittelbare Förderung infrage kommen. Nach aktuellen Reformplänen soll künftig zudem auch eine Förderung möglich sein, wenn Sie im Ausland leben, aber weiterhin in Deutschland steuerpflichtig sind und in ein Rentensystem innerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums einzahlen.

Warum plant die Bundesregierung das Altersvorsorgedepot?

Die Bundesregierung plant das Altersvorsorgedepot im Rahmen einer Reform der privaten Altersvorsorge. Grundlage ist ein Gesetzentwurf, der seit 2026 im politischen Verfahren beraten wird. Bundestag und Bundesrat müssen dem Gesetz noch zustimmen. Ursprünglich wurde das Konzept von der Ampel-Regierung gestartet und konnte nach November 2024 durch das Scheitern der Koalition nicht mehr umgesetzt werden.

Mit der Reform reagiert die Politik auf mehrere Entwicklungen im Rentensystem. Die gesetzliche Rente bleibt zwar die wichtigste Säule der Altersvorsorge. Mit der Reform soll die zusätzliche private Vorsorge gestärkt werden.

Hintergrund: Demografischer Wandel

In Deutschland gehen immer mehr Menschen in Rente, während gleichzeitig weniger Menschen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Dadurch verschiebt sich das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentnern. 1957 kamen noch rund 373 Beitragszahler auf 100 Rentner. 2023 waren es nur noch etwa 220. Bis 2045 könnten es laut der Deutschen Rentenversicherung nur noch rund 174 Beitragszahler je 100 Rentner sein.

Parallel spüren wir die Auswirkungen des demografischen Wandels. Das heißt die Zahl älterer Menschen steigt deutlich gemäß Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes. Bis Mitte der 2030er Jahre wird die Bevölkerung im Rentenalter in Deutschland voraussichtlich um etwa vier Millionen Menschen auf mindestens 20 Millionen wachsen.

Visualisierung demografischer Wandel

Politisches Ziel der neuen geförderten Rente

Mit dem Altersvorsorgedepot verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die geförderte private Altersvorsorge neu aufzustellen. Das Altersvorsorgedepot soll das Konzept der Riester-Rente weiterentwickeln und verbessern. Es soll einfacher verständlich sein und stärker auf langfristige Kapitalmarktanlagen setzen. Zugleich soll die staatliche Förderung mehr Menschen befähigen, zusätzlich zur gesetzlichen Rente Vermögen für den Ruhestand aufzubauen.

Wie soll das Altersvorsorgedepot in der Praxis funktionieren?

Das Altersvorsorgedepot soll nach einem einfachen Grundprinzip funktionieren: Während des Berufslebens sparen Sie regelmäßig Geld an, das am Kapitalmarkt angelegt wird. Gleichzeitig erhalten Sie bis zu einem Maximalbetrag für jeden eingezahlten Euro einen Zuschuss vom Staat. Über viele Jahre hinweg kann sich so Vermögen für den Ruhestand aufbauen.

Das Modell ist dabei in zwei zentrale Phasen unterteilt: die Ansparphase und die spätere Auszahlung im Ruhestand (Auszahl- bzw. Rentenphase):

In der Ansparphase zahlen Sie regelmäßig Geld in Ihr Altersvorsorgedepot ein. Auf diese Einzahlungen erhalten Sie staatliche Zulagen, die wiederum die Summe der Einzahlung erhöhen. Zusätzlich bestehen durch die Anlage am Kapitalmarkt bei guter Marktentwicklung Renditechancen. Da Sie im Idealfall bereits in jungen Jahren starten, erstreckt sich die Einzahlphase in der Regel über Jahrzehnte.

Anlagemöglichkeiten im Altersvorsorgedepot

Das eingezahlte Geld investieren Sie mit dem Altersvorsorgedepot direkt am Kapitalmarkt. Geplant ist, dass Sie vor allem zwischen Fonds, Anleihen und ETFs wählen können. Diese ermöglichen es, breit gestreut in verschiedene Unternehmen oder Märkte investieren. Der Gesetzgeber sieht dabei bestimmte Vorgaben vor, welche Anlageformen zulässig sind. Diese sollen sicherstellen, dass die Anlage grundsätzlich für die langfristige Altersvorsorge geeignet ist.

Die Auszahlphase beginnt ab einem Alter von 65 Jahren beziehungsweise mit Ihrem Renteneintritt. Jedoch müssen Sie die Auszahlung spätestens mit 70 Jahren beginnen. Das angesparte Kapital wird dann schrittweise an Sie ausgezahlt. Dafür ist vorgesehen, dass Sie zwischen zwei Optionen wählen können:

1. Option: Lebenslange Rente

Wenn Sie sich für die lebenslange Rente entscheiden, dann erhalten Sie lebenslang einen monatlichen Betrag ausgezahlt. Die Höhe wird basierend auf dem angesparten Kapital im Depot berechnet.

2. Option: Auszahlplan bis zum 85. Geburtstag

Entscheiden Sie sich für einen Auszahlplan, dann muss der Anbieter sicherstellen, dass die regelmäßigen Zahlungen so berechnet werden, dass das angesparte Kapital mindestens bis zum Alter von 85 Jahren ausreicht.

Optional: Teilauszahlung zu Beginn der Rentenphase

Zu Beginn der Rentenphase sollen Sie zusätzlich die Möglichkeit haben, sich bis zu 30 Prozent des Depotwertes auszahlen zu lassen. Das verbleibende Kapital wird dann für den Auszahlplan oder die lebenslange Rente verwendet.

Chancen und Risiken des Altersvorsorgedepots gegenüber anderen Vorsorgeformen

Gegenüber klassischen Vorsorgeprodukten können sich durch das Altersvorsorgedepot einige Vor- und Nachteile ergeben:

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Mehr Flexibilität bei der Geldanlage

Ein zentrales Merkmal des Altersvorsorgedepots ist wie erwähnt die stärkere Ausrichtung auf Kapitalmarktanlagen. Dadurch ist die Anlage flexibler als bei vielen klassischen Vorsorgeprodukten gestaltet, da diese häufig mit verpflichtenden Garantien und stark eingeschränkten Anlagestrategien arbeiten.

Transparenz und Kostenkontrolle

Ein weiteres Ziel des neuen Modells ist mehr Transparenz bei den Kosten. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Anbieter ein standardisiertes Vorsorgeprodukt anbieten müssen. Für dieses Standardprodukt soll es eine Kostenobergrenze von maximal 1,5 Prozent pro Jahr geben. Damit sollen Kostenstrukturen nachvollziehbarer sein und Verbraucher die verschiedenen Angebote besser vergleichen können. Zudem soll das staatliche geförderte Modell so auch für Sparer interessant sein, die bisher rein privat am Kapitalmarkt investieren und hier deutlich niedrigere Kostenquoten haben als z.B. bei einer Riester-Rente.

Chancen auf höhere Renditen

Da das Altersvorsorgedepot stärker auf Investitionen am Kapitalmarkt setzt, eröffnen sich langfristig auch höhere Renditechancen. Historisch haben breit gestreute Aktienanlagen über lange Zeiträume häufig höhere Erträge erzielt als sehr sicherheitsorientierte Anlageformen.

Wie jede Form der Altersvorsorge bringt auch das Altersvorsorgedepot neben Chancen bestimmte Risiken mit sich.

Marktschwankungen und Wertentwicklung

Das Altersvorsorgedepot investiert am Kapitalmarkt. Diese können langfristig attraktive Renditechancen bieten. Allerdings unterliegen Kapitalmarktanlagen natürlichen Schwankungen. Das bedeutet: Der Wert der Anlage kann sich über die Jahre positiv entwickeln, jedoch zwischenzeitlich auch deutlich schwanken. Gerade in kürzeren Zeiträumen sind Kursrückgänge möglich. Für die Altersvorsorge ist deshalb ein langfristiger Anlagehorizont besonders wichtig.

Politische und regulatorische Unsicherheiten

Da das Altersvorsorgedepot aktuell noch Reformstatus besitzt, können sich Details der Förderung, der Anlagevorgaben oder der steuerlichen Behandlung bis zur tatsächlichen Einführung noch ändern. Wie genau Anbieter ihre Produkte später ausgestalten, wird sich daher erst nach der finalen gesetzlichen Umsetzung zeigen.

Altersvorsorgedepot vs. ETF-Sparplan

Sowohl das Altersvorsorgedepot als auch ein ETF-Sparplan setzen auf langfristige Geldanlage am Kapitalmarkt. Viele Menschen nutzen ETF-Sparpläne bereits, um regelmäßig Geld zu investieren.

ETF (Exchange Traded Fund)

  • Börsengehandelter Fonds

  • Bildet einen Index ab, zum Beispiel einen Aktienindex

  • Investiert automatisch in viele Unternehmen gleichzeitig

ETF-Sparplan:

  • Sie zahlen regelmäßig einen festen Betrag ein, zum Beispiel monatlich.

  • Das Geld wird automatisch in einen ETF investiert.

Das Altersvorsorgedepot folgt einem ähnlichen Prinzip wie der ETF-Sparplan, ergänzt die Anlage aber um eine staatliche Förderung. Das sind Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Gemeinsamkeit beider Modelle

Sowohl das Altersvorsorgedepot als auch ein ETF-Sparplan verfolgen ein ähnliches Grundprinzip: Sie investieren Ihr Geld über viele Jahre hinweg am Kapitalmarkt. Beide Modelle setzen damit auf langfristigen Vermögensaufbau und nutzen die Renditechancen breit gestreuter Kapitalmarktanlagen.

Zentrale Unterschiede

Der wichtigste Unterschied liegt in der staatlichen Förderung. Beim Altersvorsorgedepot sollen Zulagen und mögliche steuerliche Vorteile Einzahlungen unterstützen. Ein klassischer ETF-Sparplan bietet diese staatliche Förderung nicht. Dafür ist er in der Regel kostengünstiger und außerdem flexibler, da Anleger jederzeit frei über ihr Geld verfügen können. Auch beim Altersvorsorgedepot sollen Rentenversicherte Zugriff auf Ihr Vermögen haben, jedoch verlieren Sie die Fördervorteile, wenn Sie vor dem 65. Lebensjahr Geld entnehmen. Für viele Menschen kann diese Zugriffsbeschränkung ein Vorteil sein, da Sie die Disziplin, die es für den langfristigen Vermögensaufbau erfordert, unterstützt.

Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot besonders?

Per se ist das Altersvorsorgedepot für die gesamte deutsche Bevölkerung relevant – insbesondere alle Pflichtversicherten der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung. Diese Zielgruppen profitieren aktuell am meisten:

Infografik: Für wen ist das Altersvorsorgedepot besonders sinnvoll

Ein früher Start in die Altersvorsorge schafft besonders gute Voraussetzungen für den langfristigen Vermögensaufbau. Junge Sparer und Berufseinsteiger können so über viele Jahre vom Kapitalmarkt profitieren. Zudem sollen sie bei einem Start vor dem 25. Lebensjahr einmalig 200 Euro zusätzlich vom Staat erhalten.

Mehr und mehr Arbeitnehmer werden ihren bisherigen Lebensstandard im Alter allein mit der gesetzlichen Rente nicht halten können. Mit zusätzlicher Vorsorge können Sie diese Lücke verkleinern. Das Altersvorsorgedepot kann dabei helfen.

Selbstständige oder Menschen mit höherem Einkommen verfügen häufig über weniger umfassende gesetzliche Absicherung im Alter. Für sie kann eine zusätzliche kapitalmarktbasierte Altersvorsorge spannend sein.

Familien könnten besonders von zusätzlichen staatlichen Zuschüssen profitieren. Geplant sind beispielsweise Kinderzulagen, die die Einzahlungen in das Altersvorsorgedepot ergänzen und den Vermögensaufbau unterstützen sollen.

Tipps: So holen Sie das Maximum aus dem Altersvorsorgedepot heraus

Damit Sie langfristig möglichst stark vom Altersvorsorgedepot profitieren, kommt es vor allem auf drei Dinge an: einen frühen Start, passende Investments und eine durchdachte Kombination mit anderen Vorsorgeformen.

1. Früh starten und Förderungen voll ausschöpfen

Starten Sie möglichst früh mit Ihrer Altersvorsorge. Je länger Ihr Geld investiert ist, desto stärker kann der Zinseszinseffekt wirken. Das bedeutet: Ihre Erträge werden wieder mit angelegt und erwirtschaften selbst neue Erträge. Achten Sie außerdem darauf, die staatlichen Förderungen vollständig zu nutzen. Prüfen Sie, welcher jährliche Beitrag notwendig ist, um die maximale Zulage zu erhalten. So erhöhen Sie den Effekt Ihrer eigenen Einzahlungen und beschleunigen den Vermögensaufbau.

2. Auf kostengünstige, breit gestreute ETFs setzen

Setzen Sie bei der Geldanlage auf kostengünstige und breit gestreute ETFs. Ein ETF auf einen weltweiten Index kann mehrere hundert oder sogar tausend Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Branchen enthalten. Entwickelt sich ein einzelnes Unternehmen schlechter, fällt das im Gesamtportfolio weniger stark ins Gewicht.

3. Altersvorsorgedepot sinnvoll mit anderer Vorsorge kombinieren

Bauen Sie Ihre Altersvorsorge möglichst auf mehreren Säulen auf. Kombinieren Sie das Altersvorsorgedepot zum Beispiel mit der gesetzlichen Rente, einer betrieblichen Altersvorsorge und einem ETF-Sparplan. So sichern mehrere Säulen Ihren Lebensunterhalt im Alter (siehe auch 3-Säulen-Modell). Achten Sie außerdem auf niedrige laufende Kosten. Schon kleine Unterschiede bei den Gebühren können über viele Jahre einen großen Einfluss auf die Rendite haben. Je geringer die Kosten, desto mehr Erträgen bleiben langfristig in Ihrem Depot.

Häufige Fragen

Wie sicher das Altersvorsorgedepot ist, hängt von der Entwicklung der Kapitalmärkte ab. Da das Geld in Fonds oder ETFs investiert wird, kann der Wert zwischenzeitlich schwanken. Es hat sich jedoch gezeigt, dass sich Wertschwankungen über einen langen Anlagehorizont hinweg ausgleichen und die Renditechancen deutlich höher sind als beispielsweise konservative Anlageformen.

Wie viel Sie monatlich in das Altersvorsorgedepot einzahlen, hängt von Ihrer finanziellen Situation ab. Wenn Ihre finanziellen Mittel es erlauben, ist es sinnvoll den Maximalbetrag einzuzahlen, so dass Sie die staatliche Förderung vollständig erhalten. Ist das nicht möglich, so sind auch kleinere Beiträge sinnvoll, da Sie für jeden eingezahlten Euro einen staatlichen Zuschuss bekommen.

Ja, eine Entnahme vor Rentenbeginn soll grundsätzlich möglich sein. In diesem Fall müssen jedoch in der Regel die erhaltenen staatlichen Zulagen und steuerlichen Vorteile zurückgezahlt werden.

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Wichtiger Hinweis

Wichtiger Hinweis: Diese Informationen stellen ausdrücklich keine Anlageberatung oder Empfehlung dar und erheben trotz größtmöglicher Sorgfalt bei Auswahl und Erstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität.

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