Information für Geschäftspartner der LV 1871
Das geförderte
Altersvorsorgedepot
ALTERSVORSORGEDEPOT: NEUE CHANCEN FÜR IHRE BERATUNG
Mit dem Altersvorsorgedepot entsteht ein neues Kapitel der privaten Altersvorsorge. Damit eröffnen sich neue Chancen für Maklerinnen und Makler in der Beratung.
Diese Seite richtet sich speziell an Vermittlerinnen und Vermittler. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen kompakt, verständlich und praxisnah zusammengefasst.
Sie erhalten schnell einen Überblick über Chancen, Hintergründe und aktuelle Entwicklungen rund um die Altersvorsorgereform. So positionieren Sie sich frühzeitig als kompetente Ansprechperson für zukunftsorientierte Vorsorgelösungen.
Unsere FAQ, aktuelle Fakten und regelmäßige Updates unterstützen Sie dabei, gut informiert und sicher in Kundengespräche zu gehen.

Das ändert sich
Die Reform sieht zwei Produktkategorien vor. Zur ersten Kategorie gehört ein sicherheitsorientiertes Garantieprodukt mit garantiertem Kapital zu Beginn der Auszahlungsphase mit zwei möglichen Garantiestufen in Höhe von 80 Prozent oder 100 Prozent. Die zweite Kategorie umfasst ein Altersvorsorgedepot ohne Garantie. Dazu gehört auch das sogenannte Standarddepot, das ebenfalls ohne Garantie ausgestaltet ist und eine eingeschränkte Fondsauswahl sowie einen Deckel für die Effektivkosten vorsieht.

Ab 2027 wird die Förderung für das privat geförderte Altersvorsorgedepot neu geregelt. Die Grundzulage richtet sich beitagsproportional nach der jährlichen Sparleistung bis 1.800 Euro, mit maximal 540 Euro Förderung pro Jahr. Für Berufseinsteiger gibt es einmalig 200 Euro zusätzlich, Kinderzulagen starten ab 25 Euro Sparleistung mit 1 Euro je gespartem Euro (maximal 300 Euro jährlich). Gefördert werden bis zu zwei Verträge; Voraussetzung ist eine unmittelbare Zulagenberechtigung und mindestens 120 Euro Einzahlung pro Jahr. Ehepartner ohne eigene Berechtigung können zulagenberechtigt mitzahlen (maximal 175 Euro Grundzulage).

Riester im Bestand? Optionen auf einen Blick
Für bestehende Riester-Verträge gibt es im Zuge der Reform mehrere Handlungsoptionen. Die Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede. Je nach persönlicher Situation kommen eine Weiterführung mit bisheriger Förderung, ein Wechsel in die neue Fördersystematik oder ein steuerunschädlicher Bestandsübertrag in ein neues AV-Depot in Betracht. Thematisieren Sie die Möglichkeiten im Rahmen einer individuellen Kundenberatung.

Wechsel von Riester zum neuen AV-Depot - Daran sollten Sie denken
Beim Wechsel von der Riester-Rente zur geförderten privaten Altersvorsorge muss die persönliche Situation individuell abgeklärt werden. Beim neuen Altersvorsorgedepot sind grundsätzlich deutlich höhere Zulagen möglich, da das AV-Depot im Gegensatz zu Riester nicht einkommensabhängig, sondern eine beitragsproportionale Förderung hat.
Die Kinderzulagen können stärker ins Gewicht fallen, die Anzahl der Kinder ist nicht begrenzt und die Zulagenförderung ist erstmals nicht mehr einkommensabhängig. Dadurch kann das neue Modell für viele Einkommens- und Beitragskonstellationen attraktiver sein.
Quelle: Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP)
Zahlen und Fakten
In der Rubrik Zahlen und Fakten bündeln wir für Sie zentrale Kennzahlen, Marktinformationen und Hintergründe rund um das neue Altersvorsorgedepot. Das schafft Orientierung und unterstützt Sie dabei, im Kundengespräch fachlich souverän aufzutreten.

Ziel der privaten Altersvorsorge
Ende des Jahres 2024 gab es rund 15 Millionen steuerlich geförderte private Altersvorsorgeverträge. Gegenüber den heutigen Bezieherinnen und Beziehern von Alterseinkünften haben zwar seit der Einführung der Riester-Förderung im Jahr 2002 deutlich mehr Personen im erwerbsfähigen Alter eine zusätzliche Anwartschaft aufgebaut. Aber nach einer anfänglichen hohen Dynamik mit einem jährlichen Zuwachs bis zum Jahr 2011 von einer Million und mehr Verträgen kam es in den letzten Jahren zu einer nachlassenden Dynamik. Die Entwicklung der Gesamtzahl der privaten Altersvorsorgeverträge ist seit dem Jahr 2018 sogar leicht rückläufig.
Ursachen sind vor allem die lange Niedrigzinsphase, renditeschwächende Vorgaben, teils hohe Kosten, geringe Transparenz, komplexe Förderung und fehlende Flexibilität. Dadurch ist die Nachfrage gesunken, und viele Anbieter haben sich aus dem Markt zurückgezogen. Eine grundlegende Reform der geförderten privaten Altersvorsorge ist daher notwendig.
Ziel ist ein kostengünstigeres, renditestärkeres, unbürokratischeres, flexibleres und transparenteres Angebot für breite Bevölkerungsschichten. Besonders Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen sollen von der vereinfachten Förderung profitieren.
(Quelle: Zusammenfassung aus dem Referentenentwurf;
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Gesetzestexte/Gesetze_Gesetzesvorhaben/Abteilungen/Abteilung_IV/21_Legislaturperiode/2025-12-01-Altersvorsorgereformgesetz/1-Referentenentwurf.pdf?__blob=publicationFile&v=2 , Seite 1 + 42)
Die Herausforderungen im Rentensystem
Die meisten Menschen wissen, wie wichtig Altersvorsorge ist – doch die gefühlte Komplexität von Förderlogiken, Steuern und Produkten bremst viele aus. Ergänzende private Vorsorge in der Breite der Bevölkerung ist daher notwendig. Hierzu stellt das neue Altersvorsorgedepot eine sinnvolle Ergänzung des bisherigen Drei-Schichten-Modells dar: Schicht 1 umfasst die gesetzliche Rente sowie die Basisrente, Schicht 2 die betriebliche Altersversorgung sowie die neue geförderte private Altersvorsorge, und Schicht 3 die rein private Vorsorge.

Fragen und Antworten (FAQ)
In dieser Rubrik finden Sie kompakte Antworten auf zentrale Fragen aus Sicht von Geschäftspartnern – praxisnah aufbereitet und fortlaufend erweitert. Für Ihr Feedback nutzen Sie nutzen Sie das praktische Serviceformular "Meine Fragen" auf dieser Seite.

Meine Fragen und Anregungen zum AV-Depot
Falls Sie dennoch keine passende Information finden, können Sie uns mit „Meine Fragen & Anregungen“ Ihr ganz persönliches
Feedback zukommen lassen. Auf Ihre Nachricht werden wir Ihnen so schnell wie möglich direkt antworten.

Weitere Information zur Reform finden Sie auf der Seite der Bundesregierung

Wichtiger Hinweis
Diese Informationen stellen keine steuerliche Beratung dar und erheben trotz größtmöglicher Sorgfalt bei Auswahl und Erstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität.

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