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Kirchensteuer

Im Überblick

Kirchensteuer wird ab 2015 automatisch abgezogen
Wer einer Religionsgemeinschaft angehört, muss Kirchensteuer zahlen. Das gilt auch für private Geldanlagen. Ab 2015 wird die Steuer automatisch in Abzug gebracht. Wer das nicht will, muss selbst aktiv werden.
Bei allen Mitgliedern einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft wird ab dem 1. Januar 2015 die Kirchensteuer auf abgeltend besteuerte Kapitalerträge automatisch einbehalten und an die steuererhebenden Religionsgemeinschaften abgeführt. 

Datenabfrage beim Bundeszentralamt für Steuern:

Zur Vorbereitung des automatischen Abzugs der Kirchensteuer sind wir gesetzlich verpflichtet, vor der Auszahlung von Kapitalerträgen beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) die Religionszugehörigkeit unserer Kunden abzufragen.
Für Angehörige einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft teilt uns das BZSt das „Kirchensteuerabzugsmerkmal“ mit. Dieses Merkmal gibt Auskunft über die Zugehörigkeit zu einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft und den gültigen Kirchensteuersatz.
Wer nicht möchte, dass die Kirchensteuer automatisch abgeführt werden soll, kann der Datenabfrage widersprechen und einen Sperrvermerk setzen lassen. Die Formulare dafür gibt es im Internet unter www.formulare-bfinv.de

Fristen für Sperrvermerk:

Für den Sperrvermerk müssen Versicherungskunden und ZMax- und Beitragsdepot-Kunden zeitliche Fristen beachten. Die Details haben wir auf den folgenden Seiten zusammengestellt. 

Was Sie noch wissen sollten:

Wer keiner Religionsgemeinschaft angehört oder konfessionslos ist, für den teilt das BZSt einen neutralen Wert mit. Dann führen wir keine Kirchensteuer ab. Für jeden Steuerpflichtigen ist nur ein Sperrvermerk nötig. Der Sperrvermerk muss also nicht für jede Bank, Fondsgesellschaft oder Versicherungsgesellschaft beantragt werden. 

Hotline für Fragen:

Bei Fragen zum Verfahren können Sie sich auch direkt an die Hotline des Bundeszentralamtes für Steuern wenden. Diese erreichen Sie montags bis freitags von 8:00 bis 16:00 Uhr unter der Telefonnummer 0228 406-1240. 

Für Versicherungskunden

Zur Vorbereitung des automatischen Abzugs der Kirchensteuer sind wir gesetzlich verpflichtet, bei der Auszahlung von Kapitalerträgen beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) die Religionszugehörigkeit der Kunden abzufragen. Die Abfrage erfolgt bei einem Versicherungsvertrag bei einer bevorstehenden Auszahlung aus dem Vertrag als sogenannte Anlassabfrage.
Sofern die Kirchensteuer auf abgeltend besteuerte Kapitalerträge nicht automatisch abgeführt werden soll, gilt folgende Vorgehensweise: Es ist eine Widerspruchserklärung (Sperrvermerk) zur Übermittlung Ihrer Religionszugehörigkeit auf einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck erforderlich. Den Vordruck finden Sie unter www.formulare-bfinv.de unter dem Stichwort "Kirchensteuer". Die Sperrvermerkserklärung ist ausgefüllt und unterschrieben rechtzeitig beim BZSt einzureichen. „Rechtzeitig“ bedeutet bei einer anlassbezogenen Abfrage spätestens zwei Monate vor unserer Abfrage beim BZSt.
Bis zu Ihrem Widerruf des Sperrvermerks ist damit die Übermittlung Ihrer Religionszugehörigkeit für die aktuelle und alle folgenden Abfragen gesperrt. Das BZSt teilt uns lediglich einen neutralen Wert (Nullwert) mit. Wir werden daraufhin keine Kirchensteuer für Sie abführen. Das für Sie zuständige Finanzamt wird durch das BZSt über Ihre Sperre informiert und ist gesetzlich gehalten, Sie aufzufordern, Angaben zur Abgeltungsteuer zu machen. Entsprechend dieser Angaben wird dann die Kirchensteuer erhoben. 

Für ZMax- und Beitragsdepot-Kunden

Zur Vorbereitung des automatischen Abzugs der Kirchensteuer sind wir gesetzlich verpflichtet, einmal jährlich beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) die Religionszugehörigkeit der Kunden abzufragen. Die Abfrage erfolgt jeweils im Zeitraum vom 1. September bis zum 31. Oktober eines Jahres als sogenannte Regelabfrage.
Sofern die Kirchensteuer auf abgeltend besteuerte Kapitalerträge nicht automatisch abgeführt werden soll, gilt folgende Vorgehensweise: Es ist eine Widerspruchserklärung (Sperrvermerk) zur Übermittlung Ihrer Religionszugehörigkeit auf einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck erforderlich. Den Vordruck finden Sie unter www.formulare-bfinv.de unter dem Stichwort "Kirchensteuer". Die Sperrvermerkserklärung ist ausgefüllt und unterschrieben beim BZSt einzureichen. Die Sperrvermerkserklärung muss spätestens am 30. Juni eines Jahres beim BZSt eingehen.
Bis zu Ihrem Widerruf des Sperrvermerks ist damit die Übermittlung Ihrer Religionszugehörigkeit für die aktuelle und alle folgenden Abfragen gesperrt. Das BZSt teilt uns lediglich einen neutralen Wert (Nullwert) mit. Wir werden daraufhin keine Kirchensteuer für Sie abführen. Das für Sie zuständige Finanzamt wird durch das BZSt über Ihre Sperre informiert und ist gesetzlich gehalten, Sie aufzufordern, Angaben zur Abgeltungsteuer zu machen. Entsprechend dieser Angaben wird dann die Kirchensteuer erhoben.