Lebensversicherung von 1871 a. G. München - Ihr Spezialist für Berufsunfähigkeits-, Lebens- und Rentenversicherungen

Ihre Fragen zur betrieblichen Altersversorgung

Wer zahlt die Beiträge in der betrieblichen Altersversorgung?

Die Beitragszahlung in der bAV kann durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer erfolgen. Zahlt der Arbeitnehmer die Beiträge liegt eine Entgeltumwandlung vor. Auf diese haben Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch. Sie verzichten auf einen Teil ihres Gehalts zugunsten ihrer bAV. Durch den Abzug der Beiträge vom Bruttoeinkommen sparen Arbeitnehmer Steuern und Sozialversicherungsbeiträge.

Die Beiträge zur Direktversicherung können auch vollständig vom Arbeitgeber übernommen werden. Dies geschieht meist, um die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen, gute Mitarbeiter zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden.

Ebenso ist eine Mischfinanzierung möglich. Dabei werden die Beiträge anteilig von Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlt. 

Was kann in der betrieblichen Altersversorgung abgesichert werden?

Im Fokus steht bei der betrieblichen Altersversorgung die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos. Damit ist im Ruhestand ein zusätzliches laufendes Einkommen gesichert.

Zusätzlich dazu können auch weitere biometrische Risiken abgesichert werden. So kann optional ein Hinterbliebenenschutz oder Absicherung bei Berufsunfähigkeit vereinbart werden. Mit einer Hinterbliebenenabsicherung erhalten diese im Fall der Fälle die vereinbarte Rentenzahlung. Dazu wird bei Vertragsabschluss eine Rentengarantiezeit vereinbart. Für die Dauer der vereinbarten Rentengarantiezeit zahlt die LV 1871 die Rentenzahlung an die Hinterbliebenen. Alternativ ist in den klassischen Produkten auch eine Hinterbliebenenzusatzversicherung möglich.

Bei der Absicherung der Berufsunfähigkeit unterscheiden wir zwei Bausteine. Mit der BUZ Beitragsbefreiung sind im Falle der Berufsunfähigkeit keine weiteren Beiträge mehr zu bezahlen. Die Beitragszahlung übernimmt dann die LV 1871. Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung zahlen wir im Ernstfall eine Rente.

Wie kann ich mir meine Leistungen auszahlen lassen?

Mit unseren flexiblen Auszahlungsoptionen für die Rentenphase besteht zu Rentenbeginn volle Flexibilität. Neben einer Kapitalzahlung und einer Rentenzahlung stehen in der Direktversicherung, in der rückgedeckten Pensionszusage und in der Unterstützungskasse* weitere Alternativen zur Wahl.

Ist die Lebenserwartung aufgrund einer Krankheit zu Rentenbeginn statistisch verkürzt, kann sich die vereinbarte Rente um das x-fache erhöhen. Abhängig vom Krankheitsbild kann die Rente deutlich über der gewöhnlichen Rente liegen. Diese erhöhte Rente wird lebenslang ausgezahlt, auch wenn die Krankheit zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr vorliegt.

Aufgrund der steigenden Lebenserwartung steigt auch das Pflegerisiko. Auch dafür bietet die LV 1871 eine Option. Bei Wahl der Pflege-Option* zu Rentenbeginn wird die Rente zunächst leicht reduziert. Liegt bereits zu Rentenbeginn Pflegebedürftigkeit vor, wird diese Rente sofort ab Rentenbeginn verdoppelt. Tritt der Pflegefall erst später ein, wird die Rente ab diesem Zeitpunkt verdoppelt.
Mit diesen Auszahlungsoptionen wird erst zu Rentenbeginn festgelegt, in welcher Form das Vorsorgevermögen ausgezahlt werden soll. Damit lässt sich unsere betriebliche Altersversorgung in der Auszahlungsphase flexibel an die Bedürfnisse unserer Kunden anpassen.

* Die Pflege-Option wird in der Unterstützungskasse nicht angeboten. 

Was versteht man unter einer Versorgungszusage?

Die Versorgungszusage ist das Versprechen des Arbeitgebers, eine bestimmte Leistung zu erbringen. Sie ist damit die rechtliche Grundlage für die Leistung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer. In Deutschland sind drei Zusagearten möglich.

Leistungszusage

Sagt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine bestimmte Leistung zu, spricht man von einer Leistungszusage. Der Arbeitgeber muss die konkret bestimmte Leistung zum vereinbarten Zeitpunkt erbringen. Die Leistungszusage kann in allen Durchführungswegen angewandt werden.

Beitragsorientierte Leistungszusage

Im Rahmen der beitragsorientierten Leistungszusage verpflichtet sich der Arbeitgeber, einen bestimmten Beitrag für eine Alters-, Hinterbliebenen- oder Invaliditätsversorgung aufzubringen. Dabei verspricht der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer sowohl die Zahlung eines festen Beitrags als auch eine daraus resultierende, garantierte Leistung. Die beitragsorientierte Leistungszusage kann in allen Durchführungswegen angewandt werden.

Beitragszusage mit Mindestleistung

Bei der Beitragszusage mit Mindestleistung verpflichtet sich der Arbeitgeber festgelegte Beiträge zur Finanzierung einer Rentenleistung anzulegen.

Dem Arbeitnehmer ist keine feste Leistung garantiert. Lediglich die eingezahlten Beiträge, abzüglich der Kosten, werden  als Leistung zugesagt Die tatsächliche Höhe der Rente  ergibt sich bei Ablauf aus der Kapitalanlage und den Zinserträgen.

Die BZML kann nur für die Durchführungswege Direktversicherung, Pensionsfonds und Pensionskasse angewandt werden.

Sonderfall: Reine Beitragszusage

Bei der reinen Beitragszusage sagt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Zahlung eines Beitrages zu. Dabei wird jedoch keine konkret bestimmte Leistung zugesagt. Die Beitragszusage ist nach deutschem Recht zulässig. Sie fällt jedoch nicht unter das Betriebsrentengesetz. Dadurch spielt sie aktuell in der Praxis keine große Rolle. 

Was passiert bei einem Ausscheiden aus dem Unternehmen?

In der heutigen Berufswelt gehört Flexibilität zur Grundvoraussetzung. Doch was passiert mit der betrieblichen Altersversorgung bei einem Arbeitgeberwechsel?

Bei den Durchführungswegen Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds ist das ganz einfach. Arbeitnehmer haben einen Rechtsanspruch auf die Übertragung der Rentenanwartschaft, wenn sie aus dem Unternehmen ausscheiden. Bei Unterstützungskassen und Pensionszusagen ist eine Übertragung nur im gegenseitigen Einvernehmen möglich. Dabei müssen der abgebende und der annehmende Arbeitgeber zustimmen. Gleiches gilt für Zusagen aller Durchführungswege, die vor dem 1. Januar 2015 erteilt wurden.

Eine Übertragung auf den neuen Arbeitgeber kann entweder durch eine Übernahme oder eine Übertragung der Zusage erfolgen. Bei einer Übernahme übernimmt der neue Arbeitgeber die komplette Zusage. Bei einer Übertragung wird lediglich das bereits erworbene Kapital auf den neuen Arbeitgeber übertragen. Dieser gestaltet die Zusage anschließend neu.

Die Übertragung des Kapitals ist in der Regel steuerfrei.

Um die Übertragung zu vereinheitlichen, hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ein Übertragungsabkommen entwickelt. Versicherer, die diesem angehören, verpflichten sich unter anderem dazu, keinen Stornoabzug zu erheben. Darüber hinaus wird in diesem Abkommen festgelegt, dass die Übertragung innerhalb von 15 Monaten durchgeführt werden kann und keine Abschlussprovision gezahlt wird. 

Kann ich meine Beiträge verringern oder aussetzen, wenn ich beispielsweise in Elternzeit gehe?

Sie können Ihre Beiträge abhängig von Ihrer persönlichen Situation jederzeit verringern oder eine Beitragspause vereinbaren. Die Beitragspause können Sie nach einem Versicherungsjahr festlegen. Wenn Sie eine Beitragspause vereinbaren, können Sie innerhalb von drei Jahren die Wiederaufnahme der Beitragszahlung beantragen. Haben Sie zu einem späteren Zeitpunkt Kapital verfügbar, können Sie mit einem Einmalbetrag im Rahmen der steuerlichen Grenzen Ihre Altersversorgung wieder erhöhen.

Kann jeder Arbeitnehmer eine betriebliche Altersversorgung abschließen?

Generell kann jeder Arbeitnehmer eine betriebliche Altersversorgung abschließen. Um die steuerlichen Vorteilen zu nutzen, muss es sich bei dem Arbeitsverhältnis um das erste Dienstverhältnis handeln. Bei der LV 1871 finden Sie für jeden Bedarf die richtige Absicherung.

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